Nov 09

Als Heilpraktiker für Psychotherapie zirkulär fragen

Tag: Gesundheit & Medizin, Sonstiges
Norman Ehlert (info[at]norman-ehlert.de) @ 9. November 2006 um 10:58 Uhr

Als Heilpraktiker Psychotherapie hat man es in der Coaching oder Psychotherapie Praxis gelegentlich mit Paaren oder Familien zu tun, die über Schwierigkeiten berichten.

Oft zeigen sich solche Probleme im Familien- oder Paarsystem daran, dass ein Mitglied des Systems krank wird, z.B. ein depressiver Partner oder ein Kind mit Hyperaktivität.

Oft entstehen solche Probleme im System durch unklare Kommunikation, rigide Regeln und Schuldzuweisungen.

Das Zirkuläre Fragen ist eine sehr wirkungsvolle Technik aus der Systemischen Therapie, mit dem solche Kommunikationsmuster und Interaktionen aufgedeckt werden können. Durch diese Fragetechnik werden Beziehungen zwischen Menschen sowie Einstellungen und Vermutungen deutlich.

Eine Person wird z.B. gefragt, was wohl eine andere Person denkt. Der Heilpraktiker für Psychotherapie kann das zirkuläre Fragen ab zwei Personen anwenden, z.B. “Was meinen Sie, was Ihr Mann denkt, was Sie wollen, dass er tun soll, wen er Sie weinen sieht?”

Bei einer Familie von drei Personen könnte z.B. das Kind gefragt werden: “Was meinst du, was dein Vater sagen würde, von welcher Person in der Familie sich deine Mutter am meisten unterstützt fühlt?”

Das zirkuläre Fragen wirkt erst einmal etwas kompliziert, ist aber eine hervorragende Methode um eingefahrene Sichtweisen und Interpretationen zu unterbrechen sowie die Sichtweise des anderen nachvollziehbar zu machen. Derjenige, über den gefragt wird, erhält zudem Informationen, wie der Befragte ihn sieht. Durch diese Informationen können die Personen anders als bisher ins Gespräch kommen. Dadurch werden neue, konstruktive Interaktionsmuster aufgebaut und Lösungen für Konflikte möglich.

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