Wichtig ist, dass Sie frühzeitig Entlastungsangebote in Anspruch nehmen; achten Sie auf Ihr Wohlergehen! Lassen Sie sich beispielsweise von einem Pflegedienst unterstützen, schaffen Sie sich stundenweise Freiräume durch Betreuungsdienste. Auch eine Tagespflegeeinrichtung bietet erhebliche Entlastung. Darüber hinaus gibt es vielerorts Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz, fragen Sie die örtlichen Pflegeberatungsstellen/Pflegestützpunkte.
Haushaltshilfe aus Polen
Nehmen Sie Unterstützungsmöglichkeiten wahr! Lassen sie sich beraten! Die Pflegeberatungsstellen/Pflegestützpunkte vor Ort, die Pflegedienste und jeweiligen Pflegekassen sind Ansprechpartner in Sachen: Pflegegeld, Pflegesachleistung, Kombinationsleistung, Pflegekurs, Pflegehilfsmittel(z. B. Pflegebett), Leistungen für Pflegebedürftige mit besonderem Betreuung aus Polen sbedarf(100 € bzw. 200€ monatlich), Technische Hilfsmittel( z. B. Badewannenlifter, Rollator, Rollstuhl), Wohnungsanpassung, Hauswirtschaftliche Hilfen, Mahlzeitendienst, Hausnotrufgerät, Tagespflege, Nachtpflege, Verhinderungs- oder Ersatzpflege, Kurzzeitpflege. Alternativ ist eine Tages- oder Nachtpflege möglich- etwa wenn die Angehörigen arbeiten müssen oder die Pflege über Nacht in professionelle Hände legen möchten. Viele Angehörigen sehen es als persönliche Schwäche, wenn sie professionelle Hilfe brauchen. Doch das ist ein Fehler, sagt Mücke. Ein häufiges Problem sei, dass die Pflegenden sich zwar einen Ausflug oder Kurzurlaub vornehmen, ihn aber immer weiter vor sich herschieben. Mücke empfiehlt pflegenden Angehörigen, regelmäßige Auszeiten fest einzuplanen. Sie sind nicht nur für den Pflegenden wichtig- indirekt helfen sie auch dem betreuten Angehörigen. Wer sich gestresst und überlastet fühlt, ist unausgeglichen, unzufrieden und reagiert schnell aggressiv, sagt die Pflegeexpertin. Das bestätigt auch die TK- Studie: Jeder dritte Pflegende gab darin an, sich ständig nervös und gereizt zu fühlen. Für eine gewisse Zeit können sie das vielleicht noch unterdrücken. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem sie einfach nicht mehr können, so Mücke. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sei es wichtig, sich rechtzeitig Hilfe zu holen. Auch der Austausch in Selbsthilfegruppen hilft vielen pflegenden Angehörigen. Denn: Die sozialen Kontakte leiden häufig sehr stark unter der Pflege, so Mücke. Solche Treffen seien eine gute Chance für den Austausch mit anderen Menschen in ähnlicher Situation: Schon allein die Erfahrung, dass man nicht der Einzige mit solchen Sorgen ist, tut den meisten Betroffenen sehr gut. TK- Versicherten stehen zudem Pflegekräfte zur Seite, wenn es um Hilfen für den Pflegealltag geht. So geht etwa anstrengendes Heben und umbetten mit der richtigen Technik leichter von der Hand. Die Kosten für Kurse und individuelle Schulungen in den eigenen vier Wänden übernimmt nach Rücksprache die Pflegeversicherung. Seit dem 1 Januar 2009 gibt es den gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung. Altenpflege aus Polen. Die Beratung erfolgt durch Pflegeberaterinnen und Pflegeberater. Diese werden in aller Regel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegekassen sein, die über Wissen aus den Bereichen des Sozialrechts, der Pflege und der Sozialarbeit verfügen. Aber auch die Übertragung der Beratungsaufgabe auf dritte ist möglich.
Mai 31

