Wer erst einmal mit einen negativen Eintrag bei der Schufa belastet ist, der kann es schwer haben überhaupt noch ein neues Konto eröffnen zu lassen. Viele Banken verweigern schlichtweg vorbelastete Kunden. Dabei können negative Schufa-Einträge auch irrtümlich entstehen oder durch Vorgänge, die bereits abgehandelt wurden – hier ein Beispiel:
Ein Kunde kauft einen Fernseher auf Ratenzahlung, der schon nach wenigen Wochen den Dienst verweigert. Der Händler verweigert die Rückname des Gerätes. Wütend stellt der Kunde die Abzahlung des defekten Gerätes ein. Später einigen sich der Kunde und der Händler auf die Lieferung eines Ersatzgerätes und der Kunde setzt die Ratenzahlung fort. Was der Kunde aber nicht weiß ist dass bereits ein negativer Eintrag bei Schufa über ihn vorgenommen wurde.
Solche oder ähnliche Fälle können schon dazu führen dass die Neueröffnung eines Girokontos bei einer Bank nicht mehr ohne weiteres möglich ist. Da es immer mehr Konsumenten mit solchen Problemen gibt, existieren inzwischen auch einige Bankhäuser die sich auf ein schufafreies Konto spezialisiert haben, bei dem keine Abfrage bei der Institution durchgeführt wird. Ein schufafreies Konto wird in der Regel auf Guthabenbasis geführt, was bedeutet dass hier keine Überziehung möglich ist und auch kein Dispositionskredit genehmigt wird. Auch dürfte es ohne dass man eine Schufa-Anfrage durchführen lässt äußerst schwierig sein an eine Kreditkarte zu kommen.
Wer dass umgehen möchte, der kann auch nach einer ausländischen Bank suchen die weniger Wert auf eine Anfrage legen und somit auch schufafreie Konten anbieten. Beispielsweise offerieren dies sehr viele Banken in der Schweiz.
Man kann das Problem allerdings auch einfach an der Wurzel packen. Steht man tatsächlich unverschuldet negativ im Schufa-Register, sollte man sich auch mal an dieses wenden und um Klärung bitten. Bedauerlicherweise kostet ein Auszug aus dem eigenen Schufa-Register einen kleinen Geldbetrag, der es einem im Zweifelsfall aber Wert sein sollte.

