Apr 18

Ausnahmeerscheinung: Jethro Tull

Tag: Sonstiges
Torsten Maue (torsten.maue[at]gmail.com) @ 18. April 2008 um 11:03 Uhr

Jethro Tull und im Besonderen ihr musikalisch eigensinniger Bandleader Ian Anderson zählen bis heute zu den Ausnahmeerscheinungen in der Musikbranche, da sie dem Instrument Querflöte eine zentrale Rolle in ihrem musikalischen Wirken zukommen ließen und so einen ganz eigenen und unverwechselbaren Sound kreierten, der eine Einordnung in ein bestimmtes Musikgenre nur schwer zulässt. Der kommerzielle Erfolg und eine gewisse Medienpräsenz standen für Ian Anderson und seine wechselnden Bandmitglieder jedoch nie im Vordergrund ihres Schaffens – so gilt „Living in the Past“ aus dem Jahr 1969 als eines der wenigen Musikstücke der Gruppe, welches auch kommerziell erfolgreich wurde. „Living in the Past“ wurde durchgängig im 5/4-Takt komponiert und fiel so im Besonderen durch seinen unharmonischen Takt auf und konnte sich so wegen seiner ungewöhnlichen musikalischen Charakteristik auch in den Charts beweisen.

Ab dem Jahr 1971 brachten Jethro Tull dann insgesamt drei Konzeptalben in Folge heraus – besonders an „A Passion Play“ scheiden sich bis heute die Geister, einige Kritiker sprechen von einem bedeutenden musikalischen Meilenstein und von einem Albumhighlight in der Geschichte von Jethro Tull, während andere das Werk kompromisslos ablehnen. Bis heute sind sich die Kritiker in ihrer gesamten Einschätzung über Jethro Tull nicht einig geworden, ihre zahlreichen Fans haben sich aber wohl gerade aus diesem Grunde nie beirren lassen. So sind Jethro Tull Tickets sehr begehrt und noch im Jahr 2008 soll eine neue Studioplatte der Band erscheinen, welche von ihrem Publikum schon sehnsüchtig erwartet wird. Das noch titellose Album soll unter Anderem Stücke enthalten, die während der letzten Tour in Großbritannien eingespielt wurden.

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