Wenn ein Baby schreit, will es etwas mitteilen, denn das ist die erste Ausdrucksmöglichkeit die es hat. Diese Babysprache müssen die Eltern verstehen lernen. Anfangs wird es sicher etwas schwierig sein, aber mit der Zeit, weiß Mutter oder Vater schon was der kleine Liebling auf dem Herzen hat und wieso das Baby schreit. Mit dem Schreien zeigt das Kind an, dass es entweder Hunger oder Durst hat. Auch wenn das Baby unbequem liegt, die Windel nass ist, oder der Popo wund ist, muss das Kleine schreien. Ebenso wird es auch schreien, wenn es sich unbehaglich fühlt. Vermisst das Baby die Mutter, schreit es auch, denn dann hat das Kind den Wunsch nach Wärme und Zärtlichkeit der Mutter. Die Mutter lernt rasch diese Babysprache zu verstehen, wenn sie den Ursachen des Schreiens nachgeht. Sollte das Baby Hunger haben, darf es gestillt werden, auch wenn die Essenszeit noch nicht gekommen ist. In den ersten sechs bis acht Wochen kann das Baby nachts ruhig trinken, denn es muss sich erst daran gewöhnen das es Tag und Nacht gibt. Im Mutterleib hat das Baby ununterbrochen die nötige Nahrung bekommen, nach der Geburt verspürt das Baby periodisch Hunger und schreit nach Nahrung. Das Baby kann nicht warten, bis es etwas bekommt. Das Baby wird leiden, wenn man es auf „seine Zeit“ warten lässt. Wenn es aber gestillt wird und die Bedürfnisse des Babys befriedigt sind, so fühlt das Kleine, dass es alles bekommt was es braucht. Das ist die Grundbedingung des Vertrauens und sehr wichtig. Man muss wissen, dass ein Säugling nicht ohne Grund schreit. Ist das Baby satt, hat es auch eine trockene Windel und hat es keine Schmerzen, wie Leibschmerzen oder „festsitzende“ Bäuerchen, so sucht das Baby den Kontakt zur Mutter. Die Eltern brauchen keine Angst haben, dass das Kind zum Haustyrann wird, wenn sie das Baby auf dem Arm nehmen, trösten und durch die Nähe beruhigen. Wenn sich das Kind sicher und geborgen fühlt, weil die Eltern mit Liebe und Trost auf das Weinen reagiert, wird es bald keinen Grund mehr zum weinen geben.

