Aug 03
Brustverkleinerung oder Brustvergrößerung zur Nachahmung der von den Medien geprägter Idealbilder
Die Werbung und natürlich Hollywood machen es uns vor: Nur wer jung, schön und perfekt aussieht, kann erfolgreich und beliebt sein. Und auch das, was schön und perfekt beinhaltet, wird klar vorgegeben: so ist jemand, der nicht extrem schlank und mindestens 1,70 m groß ist, sofort „out“. Dabei sollten wir uns vor Augen führen, dass diese Schönheitsideale relativ sind und schon immer dem Wandel der Zeit unterworfen waren. So galten beispielsweise noch zu Rubens Zeiten üppige Formen als ideal und erstrebenswert.
Durch die steigende Zahl an Schönheitsoperationen und Bulimie-kranker Teenager ist inzwischen auch die Öffentlichkeit auf dieses Problem der Idealisierung solcher Schönheitsideale aufmerksam geworden. Denn während man bei einem Erwachsenen noch annehmen kann, dass er weiß, was und warum er z.B. eine Brustverkleinerung auf sich nimmt, ist eine Brustvergrößerung bei einem noch nicht „ausgereiften“ Teenager eher schon ein erschreckendes Beispiel für das nacheifern von falschen Idealen. Den Druck der Öffentlichkeit haben inzwischen auch die Medien und Modezaren zu spüren bekommen und prompt darauf reagiert: Werbung wird immer häufiger mit „normalen“ Menschen gemacht, die nicht dem Idealbild der bisherigen Models entsprechen und auch die Modewelt hat sich darauf geeinigt, nicht mehr nur Mode für super-schlanke Models zu entwerfen, sondern auch Kleidung zu zeigen, die ein Durchschnittsmensch tragen kann, der nicht 5mal die Woche im Fitness-Studio trainiert und sich nur von 3 Blättern Salat am Tag ernährt. Mode soll wieder tragbar werden und Werbung wieder den Durchschnittsverbraucher ansprechen. Allerdings traurig, dass sich die Werbebranche dieser Tendenz noch nicht angeschlossen hat und die Vereinbarung, nicht mehr nur Top-Models als Idealbild darzustellen, nicht mit unterzeichnet hat. Aber der erste Schritt in die richtige Richtung ist immerhin schon einmal getan.
Textservice Lavacca










