Mrz 20

Die Berufsgruppe der Schausteller

Tag: Job
H. Wiedow (h[at]wiedow.de) @ 20. März 2007 um 15:57 Uhr

Wenn man über ein Volksfest oder über einen Jahrmarkt läuft, dann trifft man unzählige Leute die allesamt bestens gelaunt sind. Diese gute Laune kommt nicht von ungefähr, schließlich sorgen zahlreiche Schaustellerbetriebe mit ihren Ständen und Fahrgeschäften für Unterhaltung. Woche für Woche sind die Schausteller auf Volksfesten und anderen Veranstaltungen vertreten, um dort mit ihren Ständen präsent zu sein und Geld zu verdienen.

Das Schaustellerleben ist nicht gerade sehr einfach, denn als Schausteller muss man sehr hart arbeiten. Bereits in aller Früh stehen die Schausteller auf, um ihre Stände, Buden und Fahrgeschäfte zu säubern - damit sie spätestens am Mittag wieder in vollem Glanze erscheinen. Noch früher stehen die Schausteller auf, wenn eine Veranstaltung vorüber ist, und es darum geht die eigenen Stände oder Fahrgeschäfte wieder abzubauen. Solch ein Abbau kann sich insbesondere bei Fahrgeschäften über einen sehr langen Zeitraum erstrecken. Ein Riesenrad oder eine Achterbahn abzubauen kann bis zu mehrere Tage andauern - und der Aufbau dauert meistens noch viel länger. Deshalb müssen Schausteller auch über sehr handwerkliche Fähigkeiten verfügen - nur so ist ein sicherer und schneller Auf- und Abbau zu gewährleisten.

Weil der Job als sehr hart gilt, hat das Schaustellergewerbe von Außerhalb kaum Zulauf. Der Nachwuchs kommt in aller Regel aus den eigenen Reihen. Bei den meisten Betrieben handelt es sich um Familienbetriebe, die der Schaustellertradition ihrer Eltern oder Großeltern folgen. Sobald die Kinder alt genug sind beziehungsweise die Schule abgeschlossen haben, gehen sie mit auf Tour, um das Geschäft kennen zu lernen um es später einmal zu übernehmen. In den meisten Fällen ist es so, dass die Kinder keine Abneigung gegen das Schaustellerleben haben und in die Fußstapfen ihrer Eltern treten.

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