Apr 10
Die Füllstandsmessung gehört in vielen Breichen zur Betriebstechnik
Eine ganz simple Form der Füllstandsmessung kennen Autofahrer von ihrem eigenen Pkw – wenn sie selbst oder die Mitarbeiter einer Werkstatt den Ölstand kontrollieren. Dieser Vorgang wird manuell vorgenommen und sollte je nach Beanspruchung des Fahrzeugs in möglichst regelmäßigen zeitlichen Abständen wiederholt werden. Dieses Prinzip stößt an seine Grenzen, wenn es darum geht, dauerhaft Füllstandsmengen zu kontrollieren. Denn für eine Permanentüberwachung benötigt man entsprechende Elektronik. Im Kleinen kennt man auch die vom eigenen Pkw, denn die Tankanzeige ist nichts anderes als eine elektronische Füllstandsermittlung. In der Industrie verwendet man solche Messinstrumentarien bei noch viel größeren Tanks oder Silos, die Flüssiges oder Schüttgut enthalten. Hier ist es enorm wichtig, dass auf eine dementsprechende Betriebstechnik Verlass ist, denn ein leeres Silo kann eine ganze Produktionskette unterbrechen. Und ein solcher Ausfall bedeutet für Unternehmer in der Regel, empfindliche finanzielle Einbußen. Dreh- und Angelpunkt einer jeden Füllstandsmessanlage sind Sensoren, die entweder kapazitiv oder mittels Drucktechnik arbeiten.
Man unterscheidet daneben zwischen hochsensiblen Ultraschall- oder Funk- Füllstandsmessungen, die je nach Belieben programmiert werden können oder mechanischen Schwimmern, die an er Öffnung eines Fasses oder Tanks angebracht werden können. Letzteren gibt es in unterschiedlichen Tauchtiefen für verschiedene Volumina. Allerdings kann nicht jeder Schwimmer für jeden Inhaltsstoff benutzt werden: So dürfen nur besonders robuste Materialien, die auch dementsprechend gekennzeichnet sind, für aggressive Flüssigkeiten wie Öle oder Laugen verwendet werden. Andernfalls wird das Messergebnis beeinflusst oder komplett außer Kraft gesetzt. Ein auf diese Weise defekt gewordenes Füllstandsgerät kann in den aller meisten Fällen nicht mehr repariert werden – eine Neuanschaffung wird erforderlich.










