Jul 31
Die magischen Zeichen der Runen
Als die ältesten Schriftzeichen der Germanen waren Runen bereits ab dem 2. Jahrhundert für geritzte Inschriften auf Steindenkmälern in Gebrauch. Runen wurden in allen archaischen Kulturen eine magische Aura zugeschrieben. Ihre Schrift wurde dabei häufig als Erfindung und Geschenk eines Gottes definiert. Aufgrund des Zusammenhanges der Runen mit religiösen Ritualen und Zwecken, wie beispielsweise Opfer, Amulette oder Grabinschriften wurde der Kontext zwischen den Schriftzeichen und ihrer göttlichen Bedeutung hergestellt. Obwohl der Zusammenhang zwischen der Entstehung von Runen und Orakelbräuchen nicht gesichert ist, wird in der Germania des Tactus aus dem 1. Jahrhundert nach Chr. die Anwendung die Nutzung des germanischen Losorakels beschrieben. Insbesondere im Norden fand die Nutzung von Runen zu magischen Zwecken eine weite Verbreitung. Odin wird als der Gott der Runenmagie und des Runenwissens angesehen. Im Götterlied der Lieder-Edda wird die Selbstopferung Odins und seine Erlangung der magischen Kräfte der Runen beschrieben sowie 18 Zaubersprüche genannt. Im Lied Skirnis Fahrt, einem weiteren Lied der Edda, wird der Zauber, sich einer verweigernden Frau zu brechen, demonstriert. Mit Hilfe einer schadenbringenden th-Rune gelingt es hier dem Gott Freyr seine Auserwählte zur Braut zu gewinnen. Auch heute stellen Runenorakel, neben vielen anderen Angeboten, wie beispielsweise dem Kartenlegen, eine interessante Methode der esoterischen Lebensberatung dar.










