Dez 03
Drucken von Kundenkarten
Chipkarten bzw. Kundenkarten können mithilfe von sogenannten Kartendruckern bedruckt werden. Auf immer vielfältigeren Gebieten finden die Chipkarten (oder auch “Smart Cards” oder ganz einfach Plastikkarten) heute Einsatz, die EC-Karte und sogar der neue EU-Führerschein z. B. basieren heute auf Chipkarten-Systemen. Der Chipkartendrucker hat aber noch weitergehende Fähigkeiten: Er kann sogar den in der Karte enthaltenen Magnetstreifen (umgangssprachlich: Chip) scannen und kodieren. Auch RFID Karten sind von dem Gerät lesbar. “Personalisierung” heißt dieser Arbeitsschritt, da die entsprechende Plastikkarte nun mit ihrer jeweiligen “individuellen” Information beschrieben wird. Bedienen lassen sich die Drucker durch Programmier-Sprachen oder spezielle Treiber.
Zur Grundausstattung eines Chipkartendruckers gehört in aller Regel das Farbband, das an einen Thermo-Druckkopf gekoppelt ist. Zum Bedrucken wird nun die Smart Card hineingeschoben, gibt der Thermo-Druckknopf Hitzeimpulse ab, die die Farbe auf die Karte übertragen. Es wird in der Regel eine Auflösung von 300 dpi erreicht, das ist gleichbedeutend mit 11,8 Punkten pro mm. Danach versiegelt der Drucker die fertige Chipkarte mit einem klaren Overlay, das die Karte davor bewahrt, allzu leicht von mechanischen Einwirkungen oder von UV-Strahlung Schaden davonzutragen.
Obgleich es sich bei den meisten Kartendruckern um das gleiche Prinzip des Druckverfahrens handelt, bestehen große Differenzen hinsichtlich der Qualität. Einige Drucker ermöglichen z. B. eine (zeitgleiche) beidseitige Bedruckung der jeweiligen Karten. Unerlässlich zu differenzieren sind hierbei die beiden wichtigsten Drucktechniken, das Verfahren des Thermotransfers und das der Thermosublimation. Bei dem Verfahren des Thermotransfers gebraucht man monochrome (einfarbige) Farbbänder. Bei diesem Verfahren werden üblicherweise vorbedruckte RFID Karten verwendet. Wohingegen Thermosublimation ein Verfahren darstellt, in dem das Farbband nicht mono-, sondern polychrom ist. In jeder Zone wird nun die jeweilige Farbe auf die Karte übertragen, hierdurch wird eine gigantische Vielfalt an Farben möglich. Die Zahl der Farbtöne beläuft sich auf fast 16 Millionen. Das sogenannte Retransfer-Verfahren funktioniert ähnlich wie das Thermo-Sublimationsverfahren. Doch beim Retransfer-Verfahren wird im ersten Arbeitsschritt ein Druckfilm spiegelverkehrt “zwischenbedruckt”, im zweiten Schritt erst wird die Farbe vom Film auf die Karte transferiert. Der Vorteil dieser Technik ist, dass auch der Rand problemlos bedruckt werden kann.
Der “Zebra P330i” ist ein Chipkarten- / Kundenkartendrucker der neuen Generation. Man kann zwischen den zwei wichtigsten Druckverfahren auswählen. Für den Thermo-Transfer benötigt der Drucker etwa 3,5 und für die Thermosublimation etwa 25 Sekunden pro Karte. Ethernet- und USB-Schnittstellen sind weitere Vorteile des neuen “Zebra”-Modells.










