Sep 20
DSL mit 16 Mbit/s und mehr: ADSL2+
Es ist gerade einmal 6 Jahre her, da wurde mit ADSL in Deutschland eine Internet-Revolution eingeführt. Ab nun mussten sich Privatwender nicht mehr nur mit 64 kbit/s bei ISDN zufrieden geben, sie konnten mit 768 kbit/s Daten aus dem Internet laden. Inzwischen wurden weitere Geschwindigkeitsstufen gezündet - ein DSL Anschluss ist mit bis zu 16 Mbit/s und mehr im Downstream zu haben.
Der Grund für diese Entwicklung ist naheliegend: Immer mehr datenhungrige Anwendungen wie Videotelefonie, TV-Streaming und schnelle Downloads haben den ursprünglichen ADSL-Standard, der bei den meisten Anbietern wie der T-Com eingesetzt wird, an seine Grenzen stoßen lassen. Die de facto über 20 Jahre alte Technik macht bei 8 Mbit/s down und 1 Mbit/s up Schluss. Mit ADSL 2+ kam vor knapp drei Jahren der Nachfolger.
Während der bereits 2003 verabschiedete ADSL2-Standard mit der Bezeichnung G.992.3 und G.992.4 mit bis zu 12 Mbit im Downstream den “alten” ADSL-Zugang abhängt, so geht die Erweiterung ADSL2 + noch weiter. Bei einer Leitungslänge bis 1,5 km sind bis zu 25 Mbit/s im Down- und 3,5 Mbit/s im Upstream möglich.
Dies sind jedoch nur theoretische Werte der Spezifikation, unter realen Bedingungen können diese nur selten erreicht werden. Dazu ist es nicht nur nötig, dass man sich innerhalb dieser Reichweite befindet, auch darf ein bestimmter Dämpfungswert der TAL (Teilnehmer-Anschlussleitung) nicht überschritten werden.
Die T-Com, die ihr DSL- und Festnetzgeschäft unter der Marke T-Home anbietet, will vorerst solche Anschlüsse “nur” mit bis zu 16 Mbit/s schalten. Dies soll es möglich machen den neuen Highspeedzugang in möglichst vielen Ortsnetzen anbieten zu können. Auch Nutzer, denen bisher kein DSL oder nur eine zu niedrige Bandbreite auf Grund einer zu schlechten Leitung geschaltet werden konnte, können Hoffnung schöpfen. ADSL2+ ermöglicht geringfügig höhere Bandbreiten auf längeren Leitungen.
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