Sep 10
Eine andere Art „Big Brother“?
Eine ganz neue Technologie könnte das Web-Controlling um ein vielfaches Vereinfachen. Diese Technologie heißt Pixeltechnologie. Sie liefert absolut unverfälschte Ergebnisse. Im Jahre 2000 hat ein gewisser Carsten Pohle eine wissenschaftliche Studie verfasst, welche die Fehlerquellen bei der Logfile-Analyse genau überprüft hat. Die Ergebnisse waren alles andere als erfreulich. Bei einfachen Tests, wie zum Beispiel das Zählen der Besucher pro Seite oder die Anzahl der Seitenaufrufe kam es zu Abweichungen im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich.
Die Pixel-Technologie bedient sich eines kleinen Tricks, der jedoch die gewünschte Wirkung erzielt. In die Website wird ein HTML-Code in dieser Seite integriert. Wenn ein Besucher nun die Website anklickt, lädt er automatisch einen minimalen Pixel, der auf einem separaten Server liegt. Der Server speichert einige Daten des Besuchers, wie zum Beispiel Browsertyp, Betriebssystem usw. Der Pixel ist für den jeweiligen Besucher nicht sichtbar, also weiß er auch nicht, dass gerade diese Informationen auf dem Server gespeichert wurden. Dieser kleine Pixel umgeht eine Firewall und filtert auch die Fehler heraus, wenn ein Besucher mehrmals gezählt wurde, weil ihm eine neue IP zugewiesen wurde. Der Besucher hinterlässt eine Art Fingerabdruck, den der Pixel anhand von der Art und Anzahl der installierten Plug-ins auf dem PC und dem vorhandenen Betriebssystem immer wieder erkennt. Der Besucher wird so die ganze Zeit über auf der Website „verfolgt“.
Das ist Web-Controlling in neuen Dimensionen, doch es geht noch weiter. Es gibt kombinierte Programme, die nicht nur das herkömmliche Web-Controlling durchführen, sondern die zusätzlich die wirtschaftlichen Aspekte der Website betrachten und Optimierungsvorschläge machen.
In wie weit sich diese Technologie an die gegebenen Datenschutzbestimmungen hält und was man damit noch so alles herausfinden kann – darüber möchte ich lieber nicht nachdenken.










