Estrich
Um Unebenheiten von Betonböden oder Massivdecken zu beseitigen, wird eine mehrere Zentimeter dicke Ausgleichsschicht aufgetragen. Diese Schicht bezeichnet man als Estrich. Er ist die Unterlage für den späteren Bodenbelag.
Es gibt vier Estrich-Arten, den Zement-, Anhydrit-, Magnesia- und Gussasphalt-Estrich. Fast jeder zweite Estrich ist Zementestrich. Seine guten Eigenschaften und universelle Einsatzmöglichkeiten machen ihn zum meistverwendeten Material.
In der Einbautechnik unterscheidet man Fließ-und Trockenestrich. Fließestrich wird ohne große körperliche Anstrengung eingebaut. Die Oberfläche muß nicht abgezogen werden und ist nach zwei Tagen begehbar. Nach fünf Tagen kann er belastet werden. Anhydrit-und Zementestrich eignen sich besonders für diese Technik.
Als Trockenestrich bezeichnet man vorgefertigte Platten, die verlegt und und geklebt werden. Sie sind sofort begehbar und erhöhen nicht die Feuchtigkeit im Bau.
Es gibt vier Arten der Ausführung von Estrich.
Verbundestrich wird im Verbund mit dem Untergrund hergestellt. Er wird meist in Kellern und Garagen verwendet.
Der Estrich auf Trennschicht wird wird vom Untergrund durch eine Zwischenlage getrennt. Er kann direkt als Boden oder für Belag verwendet werden, zum Beispiel in Lagerräumen, Heizräumen oder Waschräumen.
Der Estrich auf Dämmschicht (schwimmender Estrich) hat keine Verbindung mit Bauteilen. Er wird auf eine Dämmschicht aufgebracht und dient auch als Trittschalldämmung und Wärmeschutz. Eine Sonderform des schwimmenden Estrich ist der Heizestrich, der Heizelemente (Fußbodenheizung) aufnimmt.

