Bei der Geldanlage spielen Investmentfonds in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich rund 10 Prozent der Deutschen besitzen überhaupt Aktien oder Fondsanteile. Eigentlich unverständlich, wenn man bedenkt, dass sich genau mit diesen beiden Anlageklassen besonders hohe Renditen erzielen lassen. Zwar haben in den vergangenen 10 Jahren viele Anleger hohe Verluste mit einem Fondsinvestment erlitten, dies resultiert jedoch weit weniger aus der schlechten Qualität der Fonds als aus der negativen makroökonomischen Entwicklung.
Vor allem Anleger, die um die Jahrtausendwende erstmals in Aktien investierten, leiden heute unter hohen Verlusten. Ordentliche Gewinne ließen sich im letzten Jahrzehnt nur dann erzielen, wenn man gute Ein- und Ausstiegszeitpunkte erwischt hat. Dies ist aber offensichtlich nur wenigen Anlegern gelungen. Zumindest würde dies die geringe Popularität der Investmentfonds erklären. Doch gerade die Phasen, in denen Fonds besonders unattraktiv erscheinen, haben sich historisch immer wieder als hervorragende Kaufgelegenheiten entpuppt. Vor diesem Hintergrund könnten Investmentfonds nun wieder interessant sein.
Bei der Auswahl der passenden Fonds sollte man allerdings bedenken, dass es keine pauschalen Aussagen über die Risiken der Fondsanlage geben kann. Immerhin investieren alle Fonds anders und unterscheiden sich somit extrem in den Anlagerisiken. Grundsätzlich steigen die Risiken aber analog des Konzentration des Fondsvermögens auf eine Assetklasse, eine Branche oder ein Land. Breit diversifizierte Fonds bieten in Punkto Sicherheit die größten Vorteile. Konservative Anleger setzen daher gerne auf global anlegende Aktienfonds, die Kapital in Unternehmen der verschiedensten Branchen investieren und sich bei der Auswahl der Assets auf die sogenannten Big Player konzentrieren.
Bei diesen großen Aktiengesellschaften, die meist auch in den großen Leitindizes notieren sind die Risiken in aller Regel vergleichsweise gering und die Renditechancen verhältnismäßig gut. So gelingt es einigen großen Anlagefonds auch langfristig zweistellige Renditen zu erwirtschaften.
Fonds über die Hausbank zu kaufen ist meist teuer, da hier der sog. Ausgabeaufschlag anfällt. Dies sind meist 5% des Fondsvolumen. Anleger sollten daher den günstigen Weg über Fondsvermittler gehen. Dort besteht die Möglichkeit Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu kaufen.
Fazit: In den Fonds zu investieren ist genau so eine sichere Anlage wie Tages- oder Festgel, es gilt nur den richtigen Fonds zu finden.

