Und damit der Mensch sich das nicht immer wieder aufs neue fragen muß und planlos durch die Zeitgeschichte läuft, hat er den Moleskine Kalender erfunden. Dadurch wurde es ein einfaches, Zeiträume zu bestimmen. Und was in 365 Tage nicht passt, das erledigt man eben im nächsten Jahr, in dem wieder 365 Tage zur Verfügung stehen. Die Erfindung des Moleskine Kalender war schon ein genialer Schachzug.
Es geht ja das Gerücht um, daß vor vielen Jahrhunderten beim Wechsel der Kalender Zeit geklaut wurde. Und zwar soviel Zeit, daß gleich eine ganze Epoche aus der Zeitgeschichte rausfiel. Man stelle sich das mal vor. Wir sind also alle eigentlich eine Epoche älter oder jünger. Je nachdem ob das Gerücht stimmt oder nicht. Wäre damals schon das Moleskine Notizbuch erfunden gewesen, wüßte man heute vielleicht mehr, weil ein kluger Mensch das Mysterium zu Papier gebracht hätte. So aber tappen Wissenschaftler im Dunkeln, ob oder ob nun nicht. Vielleicht bekommen sie es eines Tages heraus, weil doch noch unerwartet Moleskine Notizbücher auftauchen, die Licht ins Dunkel bringen.
Fakt ist, daß Moleskine Notizbücher wichtige Zeitzeugen sein können. Ein Moleskine Notizbuch beinhaltet Informationen über die jeweilige Mode, die moralischen Gepflogenheiten der Gesellschaft, das soziale Muster der Menschen – und über ihre Gedanken. Wie wenig wüßten wir heute über Schiller und Goethe und ihre Reisen, wenn sie nicht Notizbuch in Form eines Tagebuches geführt hätten. Wir wüssten auch vieles andere nicht aus der Vergangenheit, weil der Notizbuchschreiber sein Wissen für immer mitgenommen hätte, ohne es Dritten mitzuteilen. Und so sind Notizbücher wichtige und spannende Zeugnisse vergangener Zeit.

