Mai 17
Geldanlage in Beteiligungen und geschlossene Fonds
Die Zinssätze, die Banken den Geldanlegern zurzeit offerieren sind auch im Angesicht Inflation nicht attraktiv. Mit Glück kann man den Realwert seines Geldes durch die Anlage auf dem Sparbuch gerade so halten.
Geldanleger fragen daher immer öfter nach alternativen Möglichkeiten ihr Kapital unterzubringen. Zunächst wird dabei natürlich an die Aktienmärkte gedacht. Aber Aktien sind nicht jedermanns Geschmack. Starke Kursschwankungen wie sie an den Börsen an der Tagesordnung sind zehren bei vielen Anlegern an den Nerven. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten an Unternehmen zu partizipieren, ohne an der Börse gehandelte Papiere oder Zertifikate zu erwerben. Für den Kleinanleger kommen hier in erster Line geschlossene Fonds in Frage. Kursschwankungen gibt es hier nicht. Die Renditen können sind meist ansehnlich. Geschlossene Fonds sind Unternehmen, die Anlegergelder einsammeln (eine vorher festgelegte Summe), um in ein oder mehrere bestimmte Objekte zu investieren. Sind ausreichend Gelder von den Anlegern zusammengekommen, können dem Fonds keine neuen Anleger mehr beitreten. Heißt: Der Fonds wird geschlossen.
Bekannt sind in Deutschland vor allem geschlossene Immobilienfonds und Schiffsfonds. Letztere sind in Deutschland aufgrund der Tonnagesteuerregelung seit 1999 steuerlich begünstigt. Schon vorher waren Schiffsbeteiligungen sehr beliebt, da es damals die Möglichkeit gab Verluste mit anderen Einkunftsarten steuerlich zu verrechnen. Inzwischen geht es bei geschlossenen Schiffsfonds fast immer nur noch um die Rendite. Und Dank der Tonnagesteuerregelung ist diese für die Anleger nahezu steuerfrei. Da die Handelsschifffahrt derzeit einen bisher nicht gekannten Aufschwung erlebt sind die erzielbaren Renditen üppig. Daher sind Schiffsbeteiligungen derzeit eine sehr lukrative Geldanlage.
Nicht erst seit den Klimaschutzdebatten sind Beteiligungen im Marktsegment der erneuerbaren Energien in den Focus gerückt. Hier lassen sich Erträge mit Beteiligungen an Windenergieparks, Solarkraftwerken, Biogas-Anlagen und an Anlagen zur Herstellung von Biokraftstoffen erzielen. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sichert den Anlagenbetreibern die Erträge über Zeiträume von bis zu 20 Jahren je Anlage. Damit handelt es sich bei geschlossenen Fonds im Bereich regenerative Energien und Bioenergie um sehr gut kalkulierbare Investments.
Jedoch ist eines zu beachten. Ob Sie in Bioenergie, Schiffsbeteiligungen oder geschlossene Immobilienfonds investieren. Hier gibt es keine Einlagensicherung wie beim Sparbuch auf der Bank. Daher sind die einzelnen Angebote vor der Geldanlage genau zu prüfen.










