Jun 27

Gerste als Pferdefutter

Tag: Freizeit
Patrick Thoma (kany19222[at]aol.com) @ 27. Juni 2007 um 14:22 Uhr

Gerste als Pferdefutter
In den arabischen Ländern ist Gerste das Pferdefutter für Pferde schlechthin. Hierzulande ist sie noch nicht sehr gebräuchlich, wird aber in letzter Zeit doch mehr eingesetzt als früher. Bisher kennt man die Gerste als Bestandteil in Pellets, um den Haferanteil zu senken.
Ein großer Vorteil gegenüber dem Hafer ist, dass Gerste ein sehr guter Energieliferant ist, ohne die Pferde zu spritzig zu machen.
Als gängige Formel gilt, wo man 1 kg Hafer füttert, braucht man nur 0,9 kg Gerste.
Ein weiterer Vorteil der Gerste besteht darin, dass ihr Erntetermin früher liegt als der des Hafers und dadurch die Gefahr geringer ist, dass das Getreide von Schimmelpilzen befallen wird.
Allerdings ist Gerste härter und hat einen sehr hohen Stärkeanteil und ist dadurch nicht so gut verdaulich wie Hafer. Die nicht abgebaute Stärke kann im hinteren Verdaungstrakt, also im Dünndarm, zu Störungen führen. Daher sollte man dieses Getreide nicht als einziges Kraftfutter geben.
Überhöhte Gerstenmengen zu den Mahlzeiten können auch eine Hufrehe begünstigen.
Dennoch ist der Nutzen der Gerste nicht von der Hand zu weisen. Vor- und Nachteile sind gegeneinander abzuwägen.
Gerste als Futtermittel für Pferde ist zu empfehlen in Pulverform, Flocken, gemahlen oder geschrotet.
Wer sein Pferd vermehrt auf diese Getreidesorte umstellen möchte, muss dies langsam tun, um den Verdauungsapparat an die stärkehaltige Nahrung zu gewöhnen.
Außerdem ist es sicher ratsam, eine solche Umstellung mit dem Tierarzt oder einem anderen Experten zu besprechen, um eine individuell optimale Futterzusammenstellung zu erzielen und Beeinträchtigungen des Tieres zu vermeiden.

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