Feb 12

Gut gesprochen ist halb gewonnen

Tag: Technik
12. Februar 2008 um 12:22 Uhr

Der erste Eindruck siegt, es ist nicht nur beim Vorstellungsgespräch so, sondern auch wenn man eine Rede hält. Sei es in einem kleinen Seminar oder vor einem großen Publikum. Es gibt auch spezielle Ausbildungen, wodurch man seine Redegewandtheit erhöhen kann. Eine Investition in ein Rhetorikseminar, das meist auch schon inklusive umfassender Videoanalyse angeboten wird, ist in keiner Berufsbranche eine falsche Investition, da man nie weiß, ob man nicht irgendwann vor einem Publikum oder einem Kollegenkreis eine Ansprache halten muss.

Einer der häufigsten Fehler, den ein Referendar machen kann, ist, dass er zu allererst ein Glas Wasser trinkt! Ein weiterer wichtiger Faktor, ist wo man spricht. Nicht nur die technischen Voraussetzungen wie eine geeignete Tonanlage und die Anpassung der Tonfrequenz auf die eigene Stimmlage sind wichtig, sondern auch die Ausstattung des Veranstaltungsraumes. Die Tontechnik muss auch an die Raumakustik angepasst werden!

Man sollte im Vorfeld den Veranstalter fragen, ob es Raumdecken zur Dämmung gibt, da es sonst passieren kann - wenn man mit einem Mikrofon vor Publikum spricht – dass man ein Echo erzeugt. Dies ist auf mangelnde Raumakustik zurückzuführen. Hier ist es manchmal besser auf ein Mikrofon zu verzichten oder den Veranstaltungssaal zu wechseln, wenn es die Möglichkeit hierfür gibt. Oft ist es auch besser sich im Vorfeld von den Räumlichkeiten vor Ort und der Raumakustik zu überzeugen oder einen Probevortrag mit ausreichender technischer Ausstattung zu absolvieren. Nicht nur die Sprechqualität des Redners, sondern auch die Akustik lassen den Zuhörer über das Gefallen und das Nichtgefallen des Vortrags entscheiden. Wenn die Technikanlage falsch eingestellt ist und ein zu großes Echo für den Zuhörer entsteht, ist das Zuhören nicht nur anstrengender sondern auch das Gefühl, dass für den Zuhörer vermittelt wird, kann negativ empfunden werden. Das menschliche Gehör vermittelt dem Gehirn ein negatives Empfinden, wenn ein Ton oder eine Frequenz als störend empfunden wird und das auch, wenn der Vortrag inhaltlich gut ist.

Autor: Klaus Hochreiter
E-Mail: klaus_hochreiter@aon.at

siehe auch...