Aug 03

Handy Prepaidkarten intelligent nutzen

Tag: Telekommunikation
Alexander Bertram (artikel[at]netnut.de) @ 3. August 2007 um 19:44 Uhr

Vertrags-Handy-Nutzer kennen das Problem. Mobiltelefone gehören inzwischen zu unserem Alltag, sie sind komfortabel und werden häufig genutzt, was unweigerlich zu hohen Kosten für dieses mobile Vergnügen führt. Wenn die Handykosten unaufhaltsam steigen, muss eine Lösung her. Entweder einfach weniger telefonieren oder aber eine Handy Prepaidkarte. Aber ist dies wirklich eine Alternative?

Prepaidkarten für Handys müssen im Gegensatz zu Vertragshandys im Voraus “aufgeladen” werden, bevor sie einsatzfähig sind. Dazu muss man in Shops, Discountern oder im Internet zunächst einmal eine solche Karte kaufen und dann dort regelmäßig Aufladekarten beziehen. Diese enthalten einen kleinen Code, den man über eine Nummer in sein Handy eingeben muss und somit neues Guthaben sofort wieder verfügbar macht. Seit einiger Zeit sind jedoch auch noch einige weitere Möglichkeiten hinzu gekommen, die es erlauben das Guthaben von Prepaidkarten auch ohne den Erwerb von Guthabenkarten aufzuladen. Hierzu gehört zum Beispiel die Aufladung direkt vom Girokonto am Geldautomaten oder per Online Banking. Der Kauf von Guthabenkarten ist heute sogar an vielen Zigarettenautomaten möglich.

Die bei Prepaidkarten angebotenen Prepaid Tarife sind meist Festpreise, die für jedes Netz zu jeder Zeit gelten, egal ob man telefoniert oder SMS verschickt. Es macht also keinen Unterschied mehr ob welches Handynetz der Gesprächspartner nutzt und auch Wochentag oder Tageszeit haben keinen Einfluss auf die Kosten des Gesprächs. Die Nutzung im eigenen Netz des Anbieters (hier zählt nicht das Handynetz, sondern nur der Anbieter an sich) ist aber auch hier besonders günstig, und erlaubt in Einzelfällen das Telefonieren bereits ab einem Cent pro Minute. Dies klingt zunächst gut, ist aber keine wirkliche Neuerung gegenüber Verträgen.

Vertrag oder nicht kommt also immer auf den Endbenutzer an, denn grundsätzlich gilt er als der Kostenverursacher. Die Vorteile von Prepaidkarten liegen eindeutig darin, dass Kosten überschaubarer werden und man nur so viel ausgeben kann wie man auflädt. Außerdem gibt es keine kontinuierlich wiederkehrenden Kosten wie Grundgebühren. Gut für den Wenigtelefonierer.

Verträge hingegen haben trotz der meist höheren Kosten, wiederkehrenden Grundgebühren und der Mindestvertragslaufzeit einen enormen Vorteil: Das Mobiltelefon gibt es häufig gratis dazu und das rechnet sich häufig. Denn wenn man bedenkt, dass dadurch teilweise Ersparnisse im Bereich von mehreren Hundert Euro erzielt werden, gleicht dies die höheren Gebühren wieder aus. So kann man z.B. erst mittels Vertrag ein Handy beziehen und nach Vertragsende das Handy als Prepaidhandy freischalten lassen und auf diesem Weg später die Grundgebühren sparen. Gut für den vernünftigen Telefonierer.

Ist man allerdings permanent mit dem Handy unterwegs, so lohnen inzwischen nur noch Handy-Flatrates, die die Kosten der Dauertelefonierer deutlich senken. Verschiedene Anbieter bieten heute solche Flatrates, je nach Handynetz oder Festnetz gilt hier den besten Vertrag herauszusuchen.

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