Jun 29

Hochdruckreiniger praktisch

Tag: Haushaltstechnik
29. Juni 2007 um 11:28 Uhr

Es gibt sie von ein paar Euro im Sonderangebot vom Baumarkt bis hin zu mehreren Zehntausend Euro für Gebäudereiniger und Sanierer. Die Auswahl für Hochdruckreiniger ist ebenso groß, wie das Einsatzzspektrum. Dabei lassen sich recht leicht einige Geräteklassen und Anwendungszwecke unterscheiden. Ein einfacher Hochdruckreiniger reicht für die gelegentliche Säuberung von Terrasse und Gartenmöbeln. Gelegentlich heißt konkret, dass man mit wenig Druck und wenig Wasserleistung nahe am Objekt arbeitet. Einfach, weil die Reinigungsleistung für die schnelle oder gründliche Reinigung großer Flächen kaum ausreicht. Auch ist die mechanische Stabilität meist nicht auf einen Dauereinsatz ausgelegt – viele Bauteile aus Plastik oder einfachen Metallen halten eben nicht so lange, wie bei einem Profigerät.

Als Eckdaten sollte ein Hochdruckreiniger schon um die 140 bar und mindestens 400 Liter Wasser pro Stunde haben, damit man halbwegs vernünftig arbeiten kann. Dabei erreicht so manches Gerät auch die Katalogwerte im praktischen Einsatz nicht. Eher in Frage kommt für einen häufigeren Einsatz ein Gerät der Preisklasse um 300 Euro. Neben gutem Druck und ausreichend Wasser ist hier auch eine bessere mechanische Stabilität zu erwarten. Hier bestehen schon einmal die Kolben aus Edelstahl oder der Pumpenkopf aus hochlegiertem Aluminium-Druckguss.

Ab ungefähr 500-800 Euro sind Geräte für Handwerker interessant. Diese halten nicht nur mehr aus, sondern liefern auch den Druck oder die Wasserleistung, welche ein Maler oder Gebäudereiniger unterwegs benötigt. Ab ca. 1.200 Euro beginnt dann die Profiklasse für Gewerbetreibende. Auch sind hier erstmals brauchbare Dampfstrahler, also Hochdruckreiniger mit einer Heizeinheit, möglich. Ein Pumpenkopf aus hochlegiertem Messing, Edelstahlventile und Kolben aus Edelstahl oder Keramik sorgen für lange Haltbarkeit.

Für Industrie und Landwirtschaft geht es bei rund 1.500 los. Satter Druck, genügend Schwemmleistung und gute Mechanik sorgen für ein immer breiteres Einsatzspektrum. Darüber finden sich zunehmend Spezialmaschinen. So sind Hochdruckreiniger (Höchstdruckreiniger) über 1.500 bar verfügbar, die sich zur Sanierung von Beton oder dem Abtragen hartnäckiger Farb- und Teerschichten eignen. Für Fassadenreiniger stehen mobile Systeme mit eigenem Benzinmotor, reichlich Leistung und genügend Wassermenge bereit. Auf einem eigenen Anhänger montiert, ist man schnell, genau wie bei Höchstdruckreinigern, bei einigen Zehntausend Euro. In jedem Fall ist das geeignete Reinigungsmittel für den Erfolg entscheidend. Eine breite Auswahl steht zur Verfügung, vom Fassadenreiniger über Waschmittel fürs Auto bis hin zu speziellen Reinigungsmitteln für Steinböden.

Fazit: man sollte sich sehr genau überlegen, wofür und wie oft man einen Hochdruckreiniger benötigt. Gute Fachhändler beraten hier ausführlich. Das Sonderangebot für 50 Euro mag die billigste Wahl sein, ob es Preis-wert ist, muss man selbst entscheiden.

Autor: Georg Grohs
E-Mail: ggrohs(AT)gmx.de

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