Okt 21

Hybridfestplatten

Tag: Hardware
Rolf Bruns (rolf.bruns[at]googlemail.com) @ 21. Oktober 2007 um 19:39 Uhr

Wie der Name bereits erahnen lässt, sind Hybdridfestplatten eine Kombination aus zwei verschiedenen Varianten von Speichermedien. So wird bei den Hybridfestplatten die aktuell zum Einsatz kommende Art der Datensicherung, die rotierende Datenscheibe, mit der oft in Mp3-Playern eingesetzten Flash-Speichertechnologie zusammengefügt. Die Grundlage dessen ist, dass Flashchips die Daten wesentlich schneller liefern können als die Festplatte selbst. Dadurch ist eine enorme Steigerung der Geschwindigkeit möglich und die Daten werden auch nach dem Abbruch der Stromversorgung gespeichert, was mit dem heute üblichen SD-RAM-Zwischenspeicher nicht möglich ist. Da Flash beim Schreiben allerdings langsamer als SD-RAM und die Festplatte selbst ist, stellt er keinen Ersatz, sondern eine Ergänzung dar. Aus diesem Grund werden Daten auch erst nach mehrmaligem Zugriff in den Flashspeicher übernommen. So ist eine schnellere Bereitstellung dieser möglich. Die Festplatte wird nur bei selten benutzten Dateien gestartet, was einen energiesparenden und lautlosen Betrieb nach sich zieht und somit ideal für den Bürobetrieb ist.
Bislang liegen zwei verschiedene technische Umsetzungen vor: So verwendet Intel einen Anschluss auf dem Mainboard wie für den Arbeitsspeicher und integriert den Flashspeicher nicht direkt in die Festplatte. Alle anderen Anbieter sind Festplattenhersteller, die auf eine Integration des Flashspeichers in die Hybridfestplatte setzen. In der Regel kommen 256 MB dessen zum Einsatz.
Allerdings ist die Idee der Kombination von zwei verschiedenen Speicherarten keine Neue: Bereits vor über einem Jahrzehnt bot der Festplattenhersteller Quantum eine SCSI-Festplatte an, die mit nahezu identischen Merkmalen an den Markt ging. Dabei wurde anstatt des heute verwendeten Flashspeichers SD-RAM eingesetzt. Sobald Daten benötigt wurden, wurden diese aus dem SD-RAM Cache geliefert. Auch damals wurde mit diesem Verfahren eine enorme Geschwindigkeit erreicht. Der Nachteil bestand jedoch darin, dass der Speicher die Daten nur so lange speicherte, wie er auch mit Strom versorgt wurde. Der Einsatz von Batterien und preisintensiven RAM-Chips aber bereitete dieser Technologie ein nahes Ende.

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