Der Einbaum ist ein weit entfernter Vorläufer des heutigen Kanus, Kajak und Kanadiers. In Schottland wurden Einbäume von vor 8.000 Jahren entdeckt, wobei die Geburt des Kanus auf zwei Jahrtausende später datiert wird. Ein solches Kanu wurde am Euphrat gefunden. Die heutige Form ist aus den Rindenbooten der nordamerikanischen Indianer und den Fellbooten der Inuit entstanden. Tierhaut, Knochen und Rinden waren die ersten Materialien, die dafür benutzt wurden. Den Begriff Kanu sieht man im deutschen eher als Oberbegriff für Kanu, Kajak und Faltboot, wozu sogar Schlauchboote zählen. Im amerikanischen wird dagegen genau differenziert. Der Kajak ist eine geschlossene Form des Kanus, ähnlich den Umiaks der Inuit. Gemeinsam haben aber alle, das man sie in Blickrichtung paddelt, mit Stechpaddel oder Doppelpaddel, also nicht rückwärts.
Wie ein richtiger Indianer
Kanufahren ist ein richtiger Sport. Es werden Wettbewerbe und vieles mehr mit ihm gemacht. Aber er ist auch eine interessante Urlaubsvariante. Besonders reizvoll ist es, wenn man in Kanada Urlaub macht, auch eine Kanu-Tour zu fahren. Man kann dabei von Anlegestelle zu Anlegestelle oder auch zwischendurch in der Wildnis campen. Dabei sollte man jedoch einen einheimischen Führer haben. Als Reiseform wird es oftmals schon von Deutschland angeboten, ist aber vorort ebenfalls leicht zu buchen. Eine ganz besondere Art ist auch, in Alaska mit dem Kanu zu fahren, wobei man sehr gut die Kultur und Lebensform der Inuit kennen lernen kann. Durch Eisschollen und vorbei an mächtigen Eisbergen, Seelöwen, Pinguinen und Eisbären begegnend, sind es Momente, die man nie vergisst.

