Der Hut ist eines der Kleidungsstücke, die auf der Straße heutzutage nicht mehr allzu verbreitet sind und etwaiges Staunen erzeugen, sofern man es doch wagt einen zu tragen. An diesem Gebaren der Beobachter kann man klar und deutlich erkennen, dass die große Blütezeit des Hutes passé ist und er im alltäglichen Straßenbild als Individualität des Trägers wahrgenommen wird. Bis zum Jahr 1950 verhielt sich dies alles noch ganz anders. Der Hut war Teil der Ausgehkleidung und somit fixer Bestandteil der Garderobe. Hielten sich bei männlichen Trägern die Farben eher bedeckt, durften weibliche Trägerinnen ihren Hut sehr wohl in fröhlichen Farben und mit Schmuck wie etwa Federn und dergleichen ausführen. Jedoch nach Ende des zweiten Weltkrieges erzeugten der Mangel und eine allgemeine gesellschaftliche Umwälzung einen neuen Geist und dieser trug keinen Hut. Stattdessen erschlossen die Hippies und ihre modisch sehr einflussreiche Bewegung neue Wege zum Kopftuch und ließen den Hut als bürgerliches Symbol zurück. Ein Strohhut war bei all der Unabhängigkeit schon das höchste der Gefühle. In manchen Sparten natürlich hat sich der Hut als Kopfbekleidung gehalten und man muss sagen, dass diese zumeist einen traditionellen Ursprung haben und diese auch so gut wie möglich bewahren.
So sind etwa Jagdhüte nach wie vor im Rennen und das liegt nicht nur daran, dass sie gesellschaftlich den Stand des Jägers untermauern. Jagdhüte sind aus besonders Material, oftmals Filz gearbeitet, dessen spezielle Struktur dem Hut zu einer wasser- und winddichten Machart verhilft. Dies wird durch Membranen ermöglicht. Gleichzeitig weist er Features auf, die den Hut auf den Zweck abstimmen. So ist es bei Jagdhüten üblich, dass sie ein leuchtendes umklappbares Band tragen, dass bei Treibjagden Unfälle mit schrecklichem Ausgang verhindern soll. Dieses ist zumeist orange und reflektierend und verhindert so Jagdunfälle.
Neben seiner Funktionalität sind Jagdhüte, meist in den Farben Braun und Grün erhältlich, auch ein Symbol für Tradition und Gruppenzugehörigkeit, die vor allem unter den älteren Leuten noch hoch geschätzt wird.

