Jan 06

Kaminholz

Tag: Tipps und Tricks
Marc Fichte (admin[at]holzscheitle.de) @ 6. Januar 2008 um 14:06 Uhr

Brennholz lagert man luftig, blitzblank und nicht feucht und zu keiner Zeit sofort auf dem Erdreich. Eine Palette als Boden sorgt für eine sehr gute Lüftung. Wer sein Gehölz in einer Gartenanlage stapelt, sollte es vor spielenden Kindern sichern, denn die Bedrohung für Brut, beim Herumalbern unter einem ungesicherten Holzstapel verschüttet zu werden ist keinesfalls nebensächlich. Ausgesprochen gutes Feuerholz ist trockenes Hartholz, wie z.B. Buchen- und Eschenholz. Auch Ahorn und Kirsche sind sehr gelungen, während Birkenholz dazu neigt, mit Funken zu berieseln und im offenen Kamin deshalb nichts verloren hat.

Die Heizwerte der unterschiedlichen Hartholzarten unterscheiden sich kaum, Eichenholz hält die Glut äußerst lange und sollte möglichst unter hohen Temperaturen verbrannt werden, denn die austretende Gerbsäure ist keinesfalls gut für Feuerstelle und Ofen.
Ausströmendes Holzgas sollte andauernd mit ruhiger Flamme und ohne Flackern glühen. Sind die Flammen sehr blendend, bedeutet dies, dass der Kamin oder Kamin übergenug Sauerstoff zieht, das Nutzholz verbrennt folgend zu rasch.
Wer bislang keinen Holzvorrat in der Anlage einlagern hat, kann jetzig auf gutes, billiges Eschenholz aus Osteuropa zupacken.
günstiger als Hartholz sind die harzreichen Weichhölzer wie Kiefer, Tanne, Douglasie oder Fichte. Der günstigere Preis liegt an der geringeren spezifischen spezifisches Gewicht von Nadelhölzern. Am besten als Kaminholz im Rahmen ist an diesem Punkt das wohlriechende Kiefernholz, denn es brennt den Umständen entsprechend lange. Der Nutzen an Weichholz ist, dass es sehr unmittelbar trocknet. So kann man das Nutzholz bei optimaler, luftiger Lagerung allerdings nach wenigen Monaten als Feuerholz verwenden. Hartholz hingegen wird erst im zweiten Winter nach dem Einschlag als Feuerholz verwendet, weil es länger deponieren muss. Kernholz trocknet am besten, wenn es große Spaltflächen hat. Äste, die komplett mit Baumrinde umschlossen sind, haben müssen angebracht länger um gut durchzutrocknen.
Reifes Scheitholz erkennt man an Trocknungsrissen und aufspringender Rinde.

Hartholz brennt nicht unbedingt besser als Weichholz. Man benötigt nur weniger Nutzholz, wegen der höheren Dichtheit, und muss keineswegs so in der Regel nachlegen. Wenn man Weichholz verbrennt, fällt mehr Asche an. Ein Ofen erreicht auch sehr rasant seine Betriebstemperatur beim Niederbrennen von Weichhölzern, während für Ofenbetreiber Hartholz die bessere Wahl ist.

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