Die Insel La Gomera, besitzt eine ganz besondere landschaftliche Attraktion, welche man in dieser Form auf den anderen Kanarischen Inseln nicht finden kann. Dabei handelt es sich um den so genannten Nebelwald, der sich in einem Umkreis von ungefähr sieben Kilometern um den Gipfel des höchsten Berges, des Alto de Garajonay erstreckt.
Dieser dichte, immergrüne Wald bildet einen besonderen Kontrast zur sonstigen Kargheit der Insel. Das gesamte Gebiet wurde zum Nationalpark Garajonay erklärt und gehört seit 1986 sogar zum Weltnaturerbe. Die Entstehung des Nebelwaldes auf La Gomera erklärt sich durch das hier herrschende besondere Klima, welches durch häufige Nebelbildung und eine hohe Luftfeuchtigkeit charakterisiert ist. Der Nebelwald ist heute bis auf wenige Wanderwege gesperrt.
Im Südwesten von La Gomera liegt das Valle Gran Rey, wo sich seit den 60er und 70er Jahren eine Art Aussteigerkultur entwickelt hat. Besonders viele Deutsche zog es zu dieser Zeit auf die Insel. Heute arbeiten viele als Wanderführer, esoterische Lebensberater, Biobäcker oder in anderen Berufen. Die vielen kleinen Siedlungen und Ortschaften im Valle Gran Rey liegen verstreut, dazwischen finden sich Avocados, Orangen, Dattel- und Bananenpalmen, die hier angebaut werden. Vor allem bei Sonnenuntergang lohnt sich ein Besuch, denn dann kann man am Strand zu den Trommelklängen von Aussteigern und Einheimischen die malerischen Farbspiele über dem Wasser beobachten.

