In der aktuellen Diskussion um strengere Qualitätskontrollen von Ärzten nimmt ACREDIS europaweit die Vorreiterrolle ein
Wie in der Schweizer Nachrichtensendung »10 vor 10« vom 21.01.09 berichtet wurde, fordert die Schweizer Bundesregierung dringend bessere Qualitäts-kontrollen im Gesundheitssektor. Vor allem in Spitälern kommt es immer wieder zu schweren Fehlern und Komplikationen – zum Teil mit gravierenden Folgen für die betroffenen Patienten. Nun will das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) hart durchgreifen.
Gesetzliche Grundlagen
Bereits 1996 sind in der Schweiz die Bestimmungen zur Qualitätssicherung der ärztlichen Leistungen in Kraft getreten. Gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG, Artikel 43 Abs. 6) gilt es, eine „qualitativ hoch stehende und zweckmässige gesundheitliche Versorgung“ zu erreichen und die Patientenbedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen. Ein zentrales Anliegen des Gesetzes ist die Forderung nach Transparenz bezüglich der Qualität und Leistungsfähigkeit der Leistungserbringer u.a. auch der Ärzte. Die Umsetzung bzw. die Durchführung der entsprechenden Kontrollen liegt nach wie vor in den Händen der Leistungserbringer bzw. deren Verbände. Im Klartext heisst das: Der niedergelassene Arzt soll seine Leistung selbst beurteilen.
Stand der Dinge
Mehr als zehn Jahre später hinkt das Schweizerische Gesundheitssystem diesen Zielen weit hinterher. Die Fachgesellschaften zeigten in der Vergangenheit wenig Interesse und Inititative, um dem gesetzlichen Auftrag nach zu kommen. Die frei praktizierenden Ärzte bzw. ihre Verbände haben bis heute kein Konzept zur Sicherung ihrer Leistung und Qualität vorgelegt und auch für die Spitäler fehlt bislang eine flächendeckende Implementierung integrierter Qualitätsprogramme. Sinnvolle Zertifikate wie ISO oder EQUAM sind noch immer zu wenig verbreitet. Zudem messen diese Konzepte nur die Qualität von Organisationen wie jene einer Klinik – nicht aber die Qualität der Ärzte. Informationen über Qualität und Erfahrung der Ärzte sind Mangelware. Es stellt sich grundsätzlich die Frage, ob der bis heute propagierte Ansatz zur Selbstkontrolle überhaupt zeitgemäss und für Patienten glaubhaft ist.
Gravierende Probleme in der Schönheitschirurgie
Die Fachgesellschaften beklagen seit längerem das Vordringen unqualifizierter Ärzte in verschiedenen Bereichen der Medizin. Aber besonders der lukrative Markt der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie zieht die Schwarzen Schafe unter den Ärzten magisch an: Der Titel Schönheitschirurg ist juristisch nicht geschützt, jeder approbierte Arzt darf sich so nennen. Diese mangelnde Transparenz bezüglich Fachwissen, Erfahrung und Qualität der praktizierenden Schönheitschirurgen macht die Suche nach einem geeigneten Spezialisten äusserst schwierig. Das Risiko, an den „falschen Arzt“ zu geraten, ist dementsprechend hoch.
Erstmals gewähren Ärzte Einblick in ihre Arbeit
Eine Reihe renommierter Ärzte auf dem Gebiet der Schönheitschirurgie reagiert nun offensiv auf diesen Missstand: Über 80 Chirurgen in der Schweiz und in Deutschland haben sich freiwillig einer umfassenden Qualitätsprüfung unterzogen. Angeboten wird diese Dienstleistung von ACREDIS, dem ersten unabhängigen Beratungszentrum für Ästhetische Chirurgie in Europa. ACREDIS prüft und zertifiziert Ärzte auf dem Gebiet der Schönheitschirurgie anhand von über 300 Qualitätskriterien, u.a. der Operationserfahrung des Arztes und der Patientenzufriedenheit. Dass Ärzte freiwillig die Qualität ihrer Leistungen offenlegen ist europaweit einmalig.
Insider-Informationen für den Patienten
Die aus den Qualitätsprüfungen gewonnenen Informationen über Qualität, Leistung und Erfahrung der zertifizierten Chirurgen gibt ACREDIS an interessierte Patienten weiter. Dieses Insiderwissen gewährleistet, dass sich Operationswillige ausschliesslich in die Hände geeigneter, hochqualifizierter Spezialisten begeben. Mit diesem Konzept der Qualitätskontrollen macht sich ACREDIS für den Patienten stark und sorgt für mehr Transparenz und Sicherheit auf dem Markt der Schönheitschirurgie – ein Konzept, das Modellcharakter für andere medizinische Fachgebiete hat.

