Feb 04

Niedrige Heizenergie im Passivhaus

Tag: Energiesparen
4. Februar 2008 um 18:30 Uhr

Baut man ein Haus, sollte man sich unbedingt auch überlegen, inwieweit der Verbrauch von Energie gesenkt werden kann wie beispielsweise über die Heizungsanlage. Über einen Stromvergleich Anbieter finden, die günstigen Strom und auch günstiges Erdgas bundesweit anbieten ist eine Möglichkeit. Nachhaltig senkt man seine Betriebskosten für die Heizung aber auch über ein so genanntes Passivhaus. Passivhäuser sind stark gedämmte Gebäude, deren Wärmeverluste nur noch sehr gering sind. Durch selbstdämmendes Baumaterial wie Porenbetonziegel für Außenwände und zusätzliche dicke Wärmedämmungen als Außenhaut kann der Wärmedurchgang über eine Außenwand stark reduziert werden. Achtet man beim Aufbau der Außenwand dann noch auf Luftdichtheit der Fugen, hat man schon einen Passivhaus-Standard bei der Außenwand. Die einzubauenden Fenster müssen ebenfalls sehr wärmeverlusthemmend sein. Dies erreicht man durch hochisolierte wärmeschutzverglaste Fenster mit Mehrfachverglasung, die obendrein noch luftdicht sein müssen, damit keine Wärme über Ritzen verloren geht. Da Wärme nach oben steigt, sind auch besondere Dämmmaßnahmen unterhalb des Daches notwendig, da über ein Dach auch viel Wärme eingebüßt werden kann. Ob ein Haus luftdicht ist, kann man nach Fertigstellung des Bauvorhabens über einen so genannten Blower-Door-Test herausfinden. Bei diesem Test wird festgestellt, ob es Undichtigkeiten im Haus gibt. Dabei wird ein Ventilator beispielsweise in die Haustür eingesetzt und der restliche Türraum der Haustür luftdicht verschlossen. Dann saugt der Ventilator die Luft aus dem Hausinneren und erzeugt einen Unterdruck. Kommt es danach zu größeren Luftströmungen in den Räumen im Haus, ist an irgendeiner Stelle (meist auch an mehreren Stellen) eine Undichtigkeit zu verzeichnen, die mit technischen Hilfsmitteln lokalisiert werden können. Sind die entdeckten undichten Stellen vom Handwerker abgedichtet worden, kann es mit dem Energiekostensparen losgehen.
Im Altbau gibt es trotz der vielen Jahre auf dem Buckel eines Hauses mit Sicherheit auch noch gute Möglichkeiten, Energie einzusparen. Nur zu einem neuen Billigstrom Anbieter oder Gasanbieter zu wechseln kann sicherlich ein guter Anfang sein, aber langfristig und nachhaltig gesehen sollte man schon an bauliche Veränderungen denken. Hier gilt wie bei allen übrigen Häusern: die vorhandene Außenwand zusätzlich mit einer Wärmedämmung versehen, alle alten Fenster durch neue wärmeisolierte Fenster ersetzen und im Dach Dämmmatten gegen die Wärmeverluste anbringen.

Lutz Oschmann
l.oschmann@web.de

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