Jul 31
Nussknacker
Räuchermännchen weisen im Erzgebirge eine lange Tradition auf. Ungefähr Mitte des 18. ten Jahrhundert kam man auf die kreative Idee, für das Räucherkegel Figuren aus Holz herzustellen, die so genannten Räuchermänner, jene in ihrem Innenraum die Räucherwerk aufnehmen und den durch Verglühen entstehenden Qualm über ein Loch (Mund) wieder abgeben. Diese Erzgebirgische Volkskunst wird auch noch derzeit von einigen bekannten Kunstgewerbe-Firmen wie die KWO und Hubrig weitergeführt. Die Produktionsauswahl, die zunächst nur aus Lichterfiguren, den Lichterbogen, bzw. Schwibbogen bestand, wurde schon vor Jahren immer wieder mit modernen Figuren aus Holz ergänzt. Neben Krippen, Krippenfiguren, die Erzgebirge Pyramide und Nussknacker, die traditionell zur Adventszeitdekoration gehören und weit über das Erzgebirge hinaus berühmt sind, werden heutzutage auch aktuelle Kantenhocker, Spieldosen und Blumenkinder in Handarbeit gefertigt.
Wie zu diesen vergangenen Zeiten, wird auch derzeit noch jede Holzfigur in Handarbeit gefertigt, bearbeitet und traditionell bemalt. Als Arbeitsvorlage für die traditionellen Figuren aus Holz dienten die früheren Handwerksberufe. Bergleute und Schmiede waren besonders beliebte Figuren. Generell orientierte sich Sehr Vieles an den Bergbau. So neben den anderen die Schwibbögen, die einen damaligen Stolleneingang wiedergeben und zeigen, wie die damaligen Bergarbeiter zur letzten Schicht vor dem Weihnachtsfest ihren Stolleneingang sahen. Der allererste Schwibbogen wurde 1726 aus Eisen in Handarbeit gefertigt. Mittlerweile auch aus Holz.
Jener Zeit stellte jede Bergmannsfamilie im Erzgebirge, Bergmannsfiguren und Engelsfiguren mit Kerzen ins Fenster. Sie sollten den zu Hause ankommenden Bergmann Licht spenden. Anhand der Anzahl der aufgestellten Bergmannsfiguren und Engelfiguren konnte jedermann erkennen, wie viele Töchter, bzw. Söhne Mitglieder zu einer Familie gehörten.
Die allseits bekannten Erzgebirgischen Weihnachtspyramiden schmückten schon um 1800 zur Adventszeit die Kirchen. Arbeitsvorlage war dafür eine Schachtförderanlage, die zu seiner Zeit mit Wasserkraft oder Pferdekraft angetrieben wurde. Die Pyramiden selbst wurden so erstellt, dass sie mit der warmen Luft der Kerzen angetrieben werden konnte.
Heute finden sich nicht nur im Erzgebirge kleine Stände, in denen Figuren aus Holz und Erzgebirgische Volkskunst gekauft werden können. Auf Nikolausmärkten im ganzen Land, sind immer wieder Verkaufsstände vertreten, die diese Erzgebirgische Handwerkskunst vertreiben. Nussknacker und Schwibbögen gehören mittlerweile zur Adventszeit wie der Weihnachtsbaum und sind auch immer ein gern gesehenes Gastgeschenk.










