Okt 25
Onlinekredite - günstig oder nicht?
Allgemein bekannt und mittlerweile auch als Vertriebsweg etabliert ist die Möglichkeit der Kreditbeantragung online. Scheinbar kann man heute im Internet jeder Menge auf den ersten Blick günstiger Kredit-Angebote finden, doch ist auch hier nicht alles Gold was glänzt. In vielen Fällen werben Banken und Vermittler mit günstigen Kreditangeboten, die allerdings nur dann gelten, wenn eine ganz bestimmte Kreditsumme und –laufzeit gewählt wird. Oft spielt zudem die Kreditwürdigkeit des Antragstellers eine Rolle.
Einige der wichtigsten Entscheidungskriterien bei der Beurteilung eines Onlinekredit Angebotes im Überblick:
Als erstes sollte man, wenn man sich auf der Kredit Suche befindet, zunächst Informationen sammeln, welcher Kreditanbieter welche Kreditkonditionen anbietet. Hierzu gehört die Kreditsumme (auch als Netto-Darlehensbetrag bezeichnet), die Laufzeit des Kreditvertrages (in der Regel zwischen 12 und 84 Monaten anzusiedeln), der gewünschte Auszahlungstermin (meist sofort), der Beginn der Rückzahlung (bei manchen Angeboten muss erst nach einigen Monaten mit der Rückzahlung begonnen werden) sowie natürlich die monatliche Tilgungsrate.
Um beurteilen zu können, ob ein Angebot für einen Onlinekredit günstig ist oder nicht, muss man zunächst den sog. effektiven Jahreszins des Angebotes kennen. Mit Kenntnis des Effektivzinses kann einfach berechnet werden, wie hoch die gesamte Belastung aus dem Darlehensvertrag ist. Geachtet werden sollte auch auf die Kluft zwischen Zinsfälligkeit und -verrechnung. Fällig sind Zinsen in der Regel monatlich, die Verrechnung findet aber oft in größeren Zeiträumen statt. Je kleiner der Verrechnungszeitraum, desto günstiger ist das Angebot, da sich die Restschuld (gleiche Jahresleistungen zweier unterschiedlicher Angebote vorausgesetzt) in diesem Fall schneller verringert (höhere Tilgungs- und geringere Zinsanteile). Zusätzlich verringern viele Kreditinstitute die Restschuld nicht mit Eingang der Tilgungsraten, sondern erst später. Beide aufgezeigten Phänomene zeichnen wesentlich für den Unterschied zwischen Nominal- und Effektivzins verantwortlich.
Eine grundsätzliche Überlegung sollte darin bestehen, auf welchen Zeitraum die Rückzahlung des Darlehens ausgedehnt wird. Grundsätzlich lässt sich feststellen, je kürzer die Laufzeit desto günstiger das konkrete Angebot. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel. Eine effektive Verteuerung des Angebots stellt auch die sog. Restschuld- oder Kreditversicherung dar. Ob der Abschluss dieser sinnvoll oder nicht ist, kann nur am Einzelfall beurteilt werden.
Schlussfolgernd lässt sich feststellen, dass mit Werbebotschaften der Form „Effektiver Jahreszins ab…“ allein nur eingeschränkt gesagt werden kann, ob tatsächlich ein Kreditangebot günstig ist. Daraus ergibt sich, dass man als Darlehensinteressent, um einen einigermaßen guten Vergleich erzielen zu können, unbedingt mehrere Angebote einholen sollte – und das immer für dieselben Bedingungen. Fast alle Kreditbanken bieten auf Ihren Webseiten komfortable Kreditrechner, mit denen sich für beliebige Laufzeiten und Kreditsummen der eigene Wunschkredit berechnen lässt. Vorsicht geboten ist – wie bereits angemerkt – bei bonitätsabhängiger Verzinsung. Hier kann das konkrete Angebot wesentlich ungünstiger ausfallen als durch die Vergleichsrechnung erwartet.










