Sep 03
Phasen des Bausparens für ein Baudarlehen
Das Bausparen bei einer Bausparkasse verläuft in verschiedenen Phasen. Die erste Phase ist die Ansparphase. Hier wird der Vertrag geschlossen, die Höhe der Bausparsumme einschließlich der zu zahlenden monatlichen Beiträge wird festgelegt und der Kunde muss eine Abschlussgebühr zahlen Diese kann in Höhe von einem Prozent bis zu 6 Prozent der Bausparsumme ausfallen. Der Bausparer sollte ungefähr ein Drittel der Bausparsumme selbst ansparen. Die Zahlung der Beiträge ist nicht Pflicht, aber wer nicht einzahlt, bekommt natürlich auch kein Darlehen. Wer regelmäßig zahlt verkürzt so seine Wartezeit, bis die Bausparsumme zugeteilt wird. Wer eine genaue Vorstellung von seiner Bausparsumme hat, kann daraus den späteren Darlehensbetrag und die zu erwartenden Ratenzahlungsbeträge ableiten. Wenn Eigenkapital vorhanden ist, kann dies mit berücksichtigt werden.
Die zweite Phase ist die Zuteilung vom Baudarlehen. Kleinere Baudarlehen können schon in überschaubaren Zeiträumen bewilligt werden. Doch es besteht kein Anspruch auf die Auszahlung eines Darlehens. Wenn der Bausparer noch weiter sparen will, kann der Vertrag aufgestockt werden. Um das Baudarlehen zugesprochen zu bekommen, muss eine bestimmte Mindestsparsumme angespart werden. Wenn dies dem Kunden zu lange dauert, kann das Ziel nachträglich herabgesetzt werden. Dies beinhaltet zwar, dass ein Teil der Abschlussgebühr verloren geht, aber die Zuteilungsaussichten werden verbessert. Die Bausparkasse darf im Vorfeld keine Zusage machen, wann und ob ein Darlehen gewährt wird. Kommt es zu einer Auszahlung, muss der Bausparer nochmals eine einmalige Gebühr zahlen. Diese beträgt in der Regel 2 – 3 Prozent der Bausparsumme.
Wird das Darlehen vor Ablauf der Mindestsparzeit notwendig, kann man eine Bausparvor- und zwischenfinanzierung beantragen. Hierbei wird von einem anderen Kreditinstitut ein tilgungsfreies Darlehen gewährt. Dieses wird zurückbezahlt, wenn das Bauspardarlehen bewilligt wird.










