Profilzylinder sind eine populäre Form des Schließzylinders und als solche heute am häufigsten in Sicherheitsschlössern zu finden, zumindest was die Verbreitung in deutschsprachigen Ländern betrifft.
Wer einen Profilzylinder kaufen möchte, sollte wissen, dass es verschiedene Arten für unterschiedliche Verwendungszwecke gibt. Am häufigsten werden die Profildoppelzylinder verwendet, da sich diese von beiden Seiten schließen lassen. Speziell die Modelle mit Gefahrenfunktion ermöglichen es, dass man trotzdem aufschließen kann, auch wenn auf der anderen Seite der Schlüssel steckt. Diese Variante kommt überwiegend in Altenwohnungen und Krankenhäusern zum Einsatz. Bei Haustüren von Mehrfamilienhäusern empfiehlt sich diese Art nur bedingt. Hochwertige Modelle mit Gefahrenfunktion können aber auch da problemlos eingesetzt werden.
Beim Knaufzylinder, der zweiten Art der Profilzylinder, befindet sich an der Innentür nur ein Drehknauf und dieser ist nur von außen öffenbar. Diese sind an Fluchttüren z.B. nicht zugelassen. Hierfür benutzt man dann eher spezielle Panikschlösser in Kombination mit den Knaufzylindern.
Der Halbzylinder wird nur dort verwendet, wo ein Öffnen von innen ohne Schlüssel ermöglicht werden kann, wie es bei Garagentoren üblich ist. Bei Alarmanlagen und Schranktüren wird diese Art Profilzylinder auch gern verwendet. Man erhält diese einzeln oder passend zur Integration in eine Schließanlage.
Des weiteren gibt es noch die Schaltzylinder, Motorzylinder, die eigenmächtig Türen schließen bzw. öffnen können, den elektronischen Motorzylinder sowie auch Batteriezylinder und zu guter Letzt den Freilaufzylinder. Diese Art Profilzylinder schließt erst, sofern der Schlüssel steckt, hat aber den Nachteil, dass der Schließmechanismus des Öfteren klemmt und sich nicht mehr drehen lässt. Es ist deshalb unerlässlich, dass man die Profilzylinder jederzeit zwangsöffnen kann.

