Apr 08
Sabotagemöglichkeiten bei Sicherheitstechniken
Wie bei allen Techniken so ist es auch bei der Sicherheitstechnik, dass diese durch Sabotage in ihrer Funktionsfähigkeit unterbrochen oder beeinträchtigt werden kann. Wir kennen alle Filme, in denen Einbrecher die Alarmanlage eines Gebäudes unterbrechen, Bewegungsmelder umgehen und andere Sicherheitsvorkehrungen überwinden.
Doch entgegen dem üblichen Filmgeschehen sind moderne Alarmanlagen sehr gut gegen Sabotageversuche gesichert. Die einzige Möglichkeit, um eine Alarmanlage zu sabotieren besteht dann, wenn ihre Manipulation im unscharfen Zustand erfolgt. Diese kann jedoch nur unter Sicht und daher bei bestehenden Zeugen erfolgen und so kann eine Manipulation später detailliert nachgewiesen werden.
Ein paar offensichtliche Möglichkeiten der Sabotage von Alarmanlagen sind: die Abtrennung eines Melders, die Überbrückung eines Melders, die Abdeckung eines Bewegungsmelders, eine Manipulation der Peripherie im Inneren, das Kappen der Standleitung und die Trennung der Telefonleitung.
Eine Abtrennung eines Melders kann wie folgt verhindert werden: Zwischen einer Gleichstrom-Anlage und dem Melder muss eine konstante Spannung anliegen und eine Unterbrechung würde zur sofortigen Alarmauslösung führen. Auch eine Überbrückung eines Melders kann verhindert werden, denn in jedem Gleichstrom-Melder befindet sich ein fest definierter Widerstand und für den Fall, dass dieser überbrückt wird, ändert sich der gemessene Widerstandswert. Wird dieser von der Zentrale erkannt und als Sabotage gewertet, wird der Alarm ausgelöst. Die Abdeckung eines Bewegungsmelders ist ebenfalls zu verhindern, denn moderne Bewegungsmelder haben eine Sichterkennung. Wenn jetzt ein Bewegungsmelder mit Farbe übersprüht oder mit einem Karton abgedeckt wird, erkennt dieser eine veränderte „Sichtweite“ und wertet dies als Sabotageversuch. Auch dies löst einen Alarm aus.
Eine Manipulation kann auch über die Peripherie im Inneren erfolgen. Diese macht es theoretisch zwar möglich, den Auslösekontakt eines Melders zu manipulieren, aber moderne und ältere Elemente verfügen über einen so genannten Deckelkontakt, der mit dem Alarmkontakt parallel geschaltet oder an die Sabotageleitung angeschlossen ist. Wenn jetzt das Gehäuse im scharfen Zustand geöffnet wird, erfolgt die Auslösung des Alarms. Auch das Kappen der Standleitung ist ein Sabotageversuch, da viele Alarmanlagen einen Hauptmelder haben, der einen Alarm über eine Standleitung an die zuständige Polizei meldet. Hier besteht die Sicherheit aber darin, dass der Hauptmelder ununterbrochen ein Signal an die Empfangszentrale der Polizei übermitteln muss und wird dieses Signal nicht empfangen, meldet die Empfangseinrichtung sofort Alarm.
Die Trennung der Telefonleitung wäre auch eine Sabotagemöglichkeit, da hierdurch das Wählgerät keinen Alarmruf mehr ausführen könnte. Doch auch dieses muss in regelmäßigen (einem potentiellen Täter meist unbekannten) Intervallen einen Statusbericht an einen Empfänger senden. Wenn dieser so genannte Routineruf ausfällt, werden je nach Objekt und Richtlinien hilfeleistende Maßnahmen eingeleitet.










