Jun 20

Sicherheitsregeln beim Onlinebanking

Tag: Vorsicht Falle ...
Daniel Franke (info[at]franke-media.net) @ 20. Juni 2007 um 11:53 Uhr

Viele Verbraucher wähnen sich beim Onlinebanking über ihr privates Girokonto in einer trügerischen Sicherheit. Dabei können Angreifer und Betrüger gleich an mehreren Stellen ansetzen, an denen es der Durchschnittsuser nicht einmal merken würde. Daher gilt es, sein Augenmerk zwei wesentlichen Dingen zuzuwenden: zum einen der Absicherung des Rechners, über den der Zugang zum Onlinebanking erfolgen soll und zum anderen der Auswahl eines möglichst sicheren Zugangsverfahrens. Zur Absicherung des Rechners sollte eine Kombination aus Virenschutzprogramm, Trojaner-Abwehr und Firewall eingesetzt werden. Während ein gutes Virenschutzprogramm meist auch gleich eine integrierte Trojaner-Abwehr hat, sollte die Firewall immer als eigenständiges Programm gekauft werden, da integrierte Lösungen in diesem Punkt meist Kompromisse sind. Das ständige updaten der Virensignaturen sowie eine vernünftige Einstellung der Sicherheitsmerkmale von Virenscanner und Firewall vorausgesetzt, kann man seinen Rechner so gegen fast alle Arten von Schadcode und Angreifern absichern. Jetzt kann sich der User dem zweiten Punkt zuwenden, der Auswahl eines möglichst sicheren Verfahrens zum Onlinebanking sowie der Beachtung einiger wichtiger Sicherheitsmerkmale. Die Verfahren, welche bei Transaktionen von einem Girokonto als sicher gelten, sind schnell aufgezählt: mTan, eTan und HBCI sind drei Methoden, die unter Experten als sicher gelten. Am sichersten ist dabei HBCI mittels eines externen Kartenlesers, welches aber bei den meisten Girokonten nur gegen Aufpreis erhältlich ist. Zwischen 30 und 100 Euro muss der Kunde für die Hardware einplanen, dafür bekommt er aber auch eine wirklich sichere Lösung. Wer plant, sein Konto zu wechseln, der sollte die angebotenen Zugangsverfahren auf jeden Fall in seinen Girokonto Vergleich einbeziehen. Aber auch nach der Wahl eines sicheren Verfahrens sollte die Wachsamkeit des Benutzers nicht nachlassen. Zu den grundlegenden Regeln bei Banken gilt: niemals wird eine Bank ihre Kunden per Mail oder Telefon nach PIN, TAN oder anderen geheimen Nummern fragen. Solche Anfragen sind also mit ziemlicher Sicherheit als Versuche zu werten, Ihnen diese Daten zu entlocken. Weiterhin sollten Kunden die Internetadresse ihrer Bank am besten von Hand in den Browser eingeben und sie immer wieder mit der von der Bank übermittelten Adresse vergleichen. Dateneingaben sollten nur erfolgen, wenn es sich um eine gesicherte Verbindung handelt. Diese erkennt man daran, dass die Internetadresse anstatt mit http://… Bei einer verschlüsselten Verbindung mit https://… beginnt. Auch Passwörter wie die Zugangsdaten zum Internetbanking sollten niemals auf dem Rechner gespeichert werden. Zu groß ist die Gefahr, dass Schadprogramme diese auslesen oder sich auf diese Weise ein Unbefugter Zugang zu ihrem Konto verschaffen kann. Wer allerdings für eine hinreichende Absicherung seines Rechners sorgt, ein sicheres Zugangsverfahren wählt und unsere Sicherheitsregeln beachtet, sollte unbeschwert seinen Bankgeschäften am heimischen Rechner nachgehen können.

Autor: Daniel Franke
E-Mail: info@franke-media.net

Schlagwörter: , , ,

Was meinen Sie dazu?