Jan 08

Speicherformate

Tag: Dienstleistungen
Manfred Gutacker (manfred.gutacker[at]freenet.de) @ 8. Januar 2010 um 13:57 Uhr

Die meisten Bilder werden als JPEG-Datei gespeichert. Das ist für ein Produktfoto nur bedingt günstig. Dieses Format komprimiert sehr stark, um die Speicherkapazität der Speicherkarte zu erhöhen. Möchte man es im Nachhinein noch bearbeiten, wohlmöglich sogar mehrfach und speichert es immer wieder als JPEG-Datei ab, wird die Qualität immer schlechter. Besser ist es den Mutterdatensatz beispielsweise als TIFF-Datei (Tagged Image File Format) abzuspeichern. Hier ist mit einer verlustfreien Speicherung zu rechnen, da sie unterschiedliche Farbräume und Algorithmen als Datenkompression nutzt.

Nun kann man jederzeit wieder an das Bild, um es zu bearbeiten und muss mit keinem Qualitätsverlust rechnen. Erst nach Beendigung aller Arbeiten sollte es dann als JPG-Datei abgespeichert werden, um es entweder abzugeben oder selber im Internet einzustellen. Bildbearbeitungsprogramme haben mit einer TIFF-Datei ganz selten Probleme. Die logische Konsequenz ist natürlich, dass die Produktfotografie auf der Speicherkarte mehr Platz benötigt, denn es ist ja nicht komprimiert und auch die Auflösung spielt hier eine größere Rolle. Es ist tatsächlich möglich, direkt in seinen Computer zu fotografieren, sofern das Objekt nicht zu weit weg sein sollte, aber ein Produktfotograf nutzt diese Möglichkeit recht häufig.

Einige Kameras bieten das RAW-Format an. (Rohdatenformat) Dieses Format benötigt dann aber auch wieder eine andere Software auf dem Rechner, beziehungsweise einen Konverter und mehr Fachwissen. Wer über all das verfügt, sollte diese Art des Formates allen anderen vorziehen. Im Gegensatz zur TIFF-Datei hat das RAW-Format nur 1/3 der Größe und ist später viel besser zu bearbeiten. Die Farbbalance, der Kontrastumfang und die Belichtung können bei der Konvertierung viel umfangreicher bearbeitet werden.

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