Dez 14
Strohwein - eine Wein Spezialität
In einigen südlichen Weinbaugebieten wie zum Beispiel in Südtirol und im Elsass werden Süßweine aus getrockneten Trauben hergestellt.
Zunächst werden die vollreifen Trauben gelesen und in gut belüfteten, warmen Räumen auf Stroh oder auch Schilf ausgebreitet. Unter diesen Bedingungen verbleiben die Trauben, bis sie ähnlich wie Rosinen zusammen geschrumpelt sind, was oftmals mehrere Monate dauert. Während dieses Prozesses erfolgt in den Beeren eine Konzentration des Zuckers, der Säure, der Aromen und der Extrakte, da der Wasseranteil durch den Trocknungsprozess abnimmt. Nach diesem Prozess erfolgt das Keltern der geschrumpelten Trauben. Die sehr zuckerreichen Säfte werden sehr langsam vergoren, sodass sie sehr süß bleiben, da die nachträgliche Süßung nicht gestattet ist. Ein Strohwein ist natursüß und hat oft einen hohen Alkoholgehalt von 14% und mehr. Aus diesen Gegebenheiten ergibt sich die lange Lagerfähigkeit dieser Weine.
Das Ergebnis sind Süßweine, die an die Qualität von Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen heranreichen und als Dessertweine sehr geschätzt werden.
Der Name Strohwein, der in Deutschland und Österreich für derartig produzierte Weine genutzt wird, ergibt sich aus dem Herstellungsverfahren, währenddessen die Trauben auf Stroh lagern.
Strohweine gab es schon in der Antike. Bereits die Römer stellten Weine aus rosinierten Trauben her.
Strohweine werden in verschiedenen Weinbau Gebieten Europas erzeugt, so zum Beispiel in Italien, wo der Amarone und der Recioto aus dem Gebiet Valpolicella zu den Strohweinen zählen. Aber auch in Frankreich, Spanien und Österreich wird Strohwein erzeugt. In Deutschland ist die Herstellung von Strohwein seit 1971 verboten.
Weine, die dem Strohwein geschmacklich ähneln sind Dessertweine wie Trockenbeerenauslesen (aus von Edelfäule befallenen Trauben erzeugt), Beerenauslesen, Eisweine (Trauben werden bei Minusgraden gelesen) und Vin Santo.










