Jan 20

Telefonüberwachung kann jeden unverhofft treffen

Tag: Telekommunikation
Lars Maier (lars.maier70[at]googlemail.com) @ 20. Januar 2009 um 20:12 Uhr

Ist von der Telefonüberwachung die Rede, so verbindet man damit in der Regel heimliche Abhöraktionen, die darauf abzielen, den betroffenen Telefonteilnehmer auszuspionieren. Und in der Tat ist es wohl so, dass die geheime Telefonüberwachung kein Hirngespinst der Medien darstellt, sondern ein Faktum ist. Hiervon sind allerdings nicht nur Verdächtige oder unbescholtene Bürger betroffen, die per dummen Zufall in die Rasterfahndung geraten sind. Denn das Anzapfen der Telefonleitung ist keineswegs ein staatliches Monopol, sondern wird auch von Privatpersonen allzu häufig eingesetzt. Dies können Geschäftsleute sein, die ihre Konkurrenz bespitzeln, um an vertrauliche Firmeninformationen daran zu kommen – ein klarer Fall von Betriebsspionage also. Nicht weniger häufig findet die Telefonüberwachung aber in rein privaten Kreisen statt. Dies kann zum Beispiel innerhalb von Beziehungskonflikten passieren, wo jemand seinen Partner des Seitensprungs verdächtigt und durch das heimliche Mithören von Telefongesprächen hofft, sich hierüber Gewissheit zu verschaffen. Bei so manch anderem kann es eine ausgeprägte Kontrollsucht sein bzw. dass jemand innerhalb einer Ehe oder Liebesbeziehung sich derart besitzergreifend gegenüber seinem Partner gibt, dass er nichts unversucht lassen würde, um den anderen auf Schritt und Tritt zu überwachen. Sei es nun ein ständiges Herumschnüffeln in den persönlichen Gegenständen des Partners oder das Abhören der Telefonate auf dem Handy oder am Festnetz-Telefon. Während in all den Fällen die Telefonüberwachung aber heimlich von einem Dritten durchgeführt wird, so kann diese auch aus bestimmten Gründen von einem selbst initiiert worden sein. So ist das Mitschneiden von Anrufen beispielsweise ein gutes Mittel, wenn man am Telefon regelmäßig belästigt wird. Man benötigt hierzu einen entsprechenden Telefonrekorder und kann somit Beweise sammeln, die solch einen Telefontäter anschließend zu überführen helfen.

Lars Maier lars.maier70@googlemail.com

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