Feb 10

Uhren und ihre Rolle als Körperschmuck

Tag: Mode & Lifestyle,Sonstiges
Markus Lange (autorenteam[at]armbanduhren-welt.de) @ 10. Februar 2010 um 18:56 Uhr

Die Uhr am Armgelenk hat unzweifelhaft einen praktischen Nutzen, doch der überwiegende Teil des Angebotes an Uhren zeigt, dass es sich hier um Schmuck handelt. Dies ist sicher auch ein Grund dafür, dass sich die Digitaluhr nicht so recht durchsetzen konnte. Nach einer großen Euphorie über die angeblich genaueren Uhren präsentieren heute die meisten Hersteller wieder überwiegend Analoguhren. Und dies gilt auch für jene Hersteller, die jahrelang vor allem mit billigen Digitaluhren den Massenmarkt überschwemmten.

In Sachen Genauigkeit braucht sich die Analoguhr vor der Digitaluhr kaum zu verstecken. Lediglich die Funkuhr verspricht – sofern die notwendige Batterie noch geladen ist – eine genauere Anzeige der Uhrzeit. Allerdings ist die Gangungenauigkeit von klassischen Analoguhren inzwischen so gering, dass sie für den Alltag (außerhalb von Messlabors und dem Hochleistungssport) zu vernachlässigen ist.

Bei der Uhr als Teil des am Körper getragenen Schmucks ist nach wie vor das vergoldete Design führend. Sportuhren dagegen bevorzugen die Farben Silber und Schwarz sowie zahlreiche Mischfarben dieser Grundtöne.
Ein farbenfrohes Uhrendesign in rot, grün, gelb oder gar pink wurde lange Zeit nur bei Uhren im unteren Preissegment, so genannte Modeuhren, akzeptiert. Inzwischen hat aber auch die High Society der Uhrenhersteller den Trend zu mehr Farbe entdeckt und auch ausgefallene Kunststoffkleider für das Uhrwerk sind nicht mehr verpönt.

Etablieren konnten sich auch die vielen Uhrenmodelle, die etwa bestimmte Trickfilm- oder Blockbustervorlagen entsprechen. Wenn auch die meisten dieser Uhren an Kinder und Jugendliche verkauft werden, so sind solche ausgefallenen Varianten auch schon mal am Unterarm eines Erwachsenen zu finden.
Dabei hat die Industrie erkannt, dass ein exotisches Design nur wenig Akzeptanz findet, wenn das im Gehäuse verbaute Uhrwerk nicht mal ein Mindestmaß an zuverlässiger Gangart verspricht.

Die Bereitschaft, für eine Armbanduhr viel Geld auszugeben, ist vor allem bei Extremsportlern bekannt. Ob Bergsteiger, Wüstenfüchse oder Höhlentaucher – hier kann die Uhr schon mal über Leben und Tod entscheiden. Dazu sind diese Uhren mit unzähligen weiteren Funktionen ausgestattet, die auch GPS-Empfang und Höhenmesser beinhalten können. Das Erstaunliche an diesen Uhren ist dabei nicht mehr, dass diese vielen Funktionen übersichtlich in einem derart kleinen Gehäuse untergebracht werden konnten, sondern sie auch unter extremen Bedingungen ein hohes Maß an Betriebssicherheit präsentieren.
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