Ein Modchip ist eine Art Umbauteil einer Konsole. Der Modchip selbst ist eine elektronische Schaltung, die dazu dient bei verschiedenen Konsolen den Kopierschutz zu umgehen. Viele Modchips bestehen nur aus einem einzigen Schaltkreis. Das Wort „Mod“ bedeutet soviel wie Modifikation.
Für den Benutzer eines Modchips bedeutet es, er kann Importspiele oder Sicherheitskopien abspielen. Der Einbau solcher Modchips ist je nach Modchipbauart verschieden. Entweder wird der Chip eingesetzt (Steckprinzip) oder direkt auf der Hautplatine der Konsole eingelötet (4-25 Lötpunkte). Viele Modchips arbeiten mit programmierbaren Microcontrollern oder mit neueren FPGAs und CPLDs.
Modchips sind in der heutigen Zeit fast für jede Konsole verfügbar. Früher war es die Hauptfunktion Sicherheitskopien oder Importspiele abzuspielen ist es heute vielmehr die Multifunktion der Modchips. Zahlreiche Hobbyprogrammierer coden sogenannte Homebrew-Anwendungen und Spiele, die nur auf einer Konsole mit Modchip abgespielt werden können. Aber auch die Hardware kann durch einen Modchipeinbau vergrößert oder verbessert werden. Wem das nicht reicht, der kann Filmformate (SVCD, VCD, Divx) und sogar Betriebssysteme wie etwa Linux abspielen lassen.
Wer einen Modchip in seiner Konsole hat, handelt nicht illegal. Solange es der reine Modchip ist, droht keine Strafe. Allerdings funktionieren die meisten Modchips nur mit dazugehöriger Software. Diese Software greift meistens das Urheberrecht des Konsolenherstellers an. Außerdem erlischt die Gewähr- und Garantieleistung wenn man die Konsole öffnen lässt. Sobald man also einen Fehler macht, kann man die Konsole nicht umtauschen. Wer sich einen Modchip besorgen will, kann im Internet auf zahlreichen Seiten fündig werden. Oftmals sind die Preise nicht hoch und es kann sogar die komplette Konsole eingesendet werden.
In Deutschland findet man zurzeit viele Tools und Zusatzfunktionen (M3 Simply, DS-Linker, etc.) für Konsolen und Handhelds.

