Okt 25

Veränderungen innerhalb der Ständegesellschaft

Tag: Sonstiges
Torsten Maue (torsten.maue[at]gmail.com) @ 25. Oktober 2007 um 10:47 Uhr

Die Gesellschaft wurde schon immer in unterschiedliche Systeme oder Schichten gegliedert. Je nach Art und Weise, wie dies geschah, wurden dann die Bezeichnungen der jeweiligen Gesellschaftsform zugeordnet.

Gerade in Frankreich war lange Zeit das mittelalterliche Ständesystem führend. Die Gesellschaft war hierarchisch gegliedert. Eigentlich gab es so gesehen sogar nur zwei Stände. Die Adligen und den Klerus. Alle übrigen Bürger, die weder dem einen noch dem anderen Stand angehörten, galten zwar als der dritte Stand, da sie jedoch keinerlei Möglichkeiten hatten, sie in irgendeiner Art und Weise an der Macht zu beteiligen, weil sie dazu ganz einfach nicht berechtigt waren und sich somit auch nicht darstellen konnten, waren sie eigentlich kein Stand.

In die jeweiligen Stände wurde man auch hineingeboren. Es gab keinen Weg, seinen eigenen Stand zu verlassen, um in einen höheren Stand aufzusteigen. Der erste und der zweite Stand hatten zudem besondere Privilegien, die dem dritten Stand verwehrt blieben.
Die Ständegesellschaft unterschied im Wesentlichen zwischen Freien und Unfreien und zwischen Herrschenden und Dienenden. Nach und nach wurde dann auch noch ein Unterschied zwischen den Bürgern und Bauern gemacht. Die wirtschaftliche Macht der Bürger wuchs, weshalb sie sich letztendlich als dritter Stand bezeichneten, während die Bauern und Arbeiter dann dem vierten Stand angehörten. Da die Bürger immer mehr Einfluss hatten, verwischten auch die Grenzen zwischen den Ständen immer weiter.
Auch heute noch gibt es Personengruppen, für die die Bezeichnung Stände angewandt wird. Dies trifft zum Beispiel immer noch für Adlige und die Kirche, aber auch Ärzte und Bauern zu. Allerdings wird dieser Bezeichnung heute weit weniger Bedeutung zugemessen, als damals.

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