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Versicherungsschutz der Privatversicherung auch für gesetzlich Versicherte

Tag: Versicherung
Martina Osthoff (Kurreisen9[at]gmx.de) @ 2. Dezember 2009 um 09:11 Uhr

Die Leistungen und somit auch der Versicherungsschutz der gesetzlichen Versicherungen nimmt immer weiter ab. Die Versicherungsbeiträge hingegen steigen immer weiter und man hört immer wieder von leeren Kassen und weiteren Erhöhungen, wie kann das sein?

Da die medizinische Versorgung immer besser wird, werden die Menschen immer älter, doch obwohl die Menschheit immer länger lebt, sind es doch vor allem alte Menschen, die auf ärztliche Versorgung angewiesen sind, für sie zahlen alle Versicherungsnehmer mit, ebenso wie für chronisch Kranke, Raucher und Übergewichtige, denn diese Gruppen kosten die Versicherungen überdurchschnittlich viel. Damit diese Ausgaben ausgeglichen werden können, werden die Beiträge für alle Versicherten angehoben.

Glücklich schätzen kann sich in diesen Zeiten jeder, der Mitglied einer Privatversicherung ist, denn diese bilden Altersrückstände, so dass die Beiträge auch im Alter nicht steigen, sondern konstant bleiben. Zudem zahlt man nur die Leistungen, die man auch wirklich benötigt, damit sind die Tarife der Privatversicherung flexibel und der Versicherungsschutz so umfangreich, wie man ihn persönlich haben möchte. Diese Flexibilität spiegelt sich natürlich auch in den Versicherungsbeiträgen wieder, denn durch die persönliche Gestaltung der Tarife, bleiben diese niedrig, da kein unnötiger Versicherungsschutz bezahlt werden muss.

Doch so gut eine Privatversicherung und der Versicherungsschutz auch sind, leider können nicht alle in den Genuss einer Privatversicherung kommen, denn es gibt bestimmte Vorgaben, wer eine private Krankenvollversicherung abschließen darf. Zu dem Personenkreis gehören Beamte, Freiberufler und Selbstständige, wie auch Abgeordnete und Arbeitnehmer. Bei der letzteren Gruppe ist jedoch zu beachten, dass nur Arbeitnehmer, deren Jahresbruttoeinkommen drei Jahre in Folge über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (48.600 Euro im Jahr 2009) lag, sich auch privat versichern können. Alle anderen müssen aber genauso wenig auf den Versicherungsschutz und die Leistungen der Privatversicherung verzichten. Zwar müssen sie bei einer gesetzlichen Versicherung weiterhin eine Krankenvollversicherung haben, können aber dennoch eine Zusatzversicherung bei einer Privatversicherung abschließen, natürlich ist auch der Abschluss von mehreren zusätzlichen Versicherungen möglich. So kann man ganz einfach und auch günstig seinen Versicherungsschutz erweitern und optimieren. Dabei sind besonders Krankenhaus- und Zahntarife beliebt.

Ein Krankenhaustarif beinhaltet beispielsweise die Behandlung durch den Chefarzt oder die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer, je nach gewähltem Tarif. Ebenso oft schließen gesetzlich Versicherte einen Krankenhaustagegeldtarif ab, bei dem man für jeden Tag, den man stationär in einem Krankenhaus behandelt wird, eine bestimmte Summe bekommt. Dieser Betrag wird vor Vertragsabschluss festgelegt, meist liegt er bei 10 bis 100 Euro. Je höher der Betrag des Krankenhaustagegeldes, desto höher ist natürlich auch der Versicherungsbeitrag. Die meisten Krankenhaustarife haben eine Wartezeit von drei Monaten, so sichert sich die Privatversicherung ab, dass man den Tarif nicht nur abgeschlossen hat, weil eine Besuch in der Klinik schon geplant war. Wird man jedoch Opfer eines Unfalls und muss daher ins Krankenhaus, entfällt diese Wartezeit.

Zahntarife sind besonders begehrt, da die gesetzlichen Krankenkassen immer weniger übernehmen. Besonders ärgerlich ist dies beim Zahnersatz, der bekanntlich sehr kostenintensiv ist. Ohne eine Zahnzusatzversicherung, muss man den größten Teil der Zahnarztrechnung selber tragen. Mit dem Versicherungsschutz der Privatversicherung muss man nur noch eine kleinen Teil der Rechnung übernehmen, allerdings nur wenn man einen guten Zahntarif abgeschlossen hat. Besonders im Bereich der Zahnversicherung sollte man vor allem die Leistungen vergleichen, denn in den Versicherungsbedingungen unterscheiden sich die guten von den schlechteren Versicherungen. So sollte man darauf achten, dass wen eine Prozentzahl genannt wird, die übernommen wird, sich die auf den gesamten Rechnungsbetrag bezieht und nicht nur auf den noch zu zahlenden Betrag (also das was die gesetzliche Kasse nicht zahlt). So macht es einen Unterschied, ob die Privatversicherung 50% der gesamten Rechnung übernimmt oder lediglich 50% des noch zu zahlenden Betrages nach Abzug der Summe, die von der Krankenvollversicherung gezahlt wird. Damit man sich sicher sein kann, welche Privatversicherung den besten Tarif anbietet, sollte man im Internet Tarife vergleichen und sich an Tests von renommierten Unternehmen orientieren.

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