Apr 30

Weinlese per Hand oder Maschine?

Tag: Essen und Trinken
Jutta Schneider (J.Schneider[at]freenet.de) @ 30. April 2010 um 16:03 Uhr

Bevor ein edler Wein im Glas erst den Blick und dann den Gaumen erfreut, muss der Winzer die Trauben gelesen haben. Solche Weine, die im Weinversand für teures Geld zu kaufen sind, wurden fast immer mit der Hand gelesen. Es gibt nämlich zwei Varianten, mit welchen die Weinlese durchgeführt werden kann. Dabei handelt es sich um die manuelle Lese und die maschinelle Lese. Weine, die im Weinversand oder im Supermarkt für sehr wenig Geld zu haben sind, wurden meist mit der Maschine gelesen. Aber die Orientierung am Preis ist nur eine Faustregel, natürlich gibt es davon auch Ausnahmen. Es kann durchaus sein, dass ein Wein maschinell gelesen wurde und dennoch im Weinversand einen hohen Preis erzielt, weil es sich einfach um eine hochwertige oder seltene Rebsorte handelt. Der Winzer entscheidet, ob er die Ernte mit der Hand oder mit der Maschine durchführen will. Es liegt meistens an den landschaftlichen Gegebenheiten, bei der Entscheidung, ob die Maschine zum Einsatz kommen kann. Wie auf der Seite von etvini nachzulesen ist, kann eine Erntemaschine nur dann wirkungsvoll arbeiten, wenn der Weinberg eben ist. Bei steilen Anhängen kann die Lesemaschine meistens nicht positioniert werden und der Winzer muss mit Handarbeit ran. Viele Weinbauer entscheiden sich laut etvini aber auch in ebenen Weinbergen für die Handlese. Mit der Maschine würde es zwar schneller gehen, aber eine manuelle Lese bringt auch die Möglichkeit einer Vorauswahl mit sich. Der Winzer kann laut etvini gleich vor Ort gute und schlechte Trauben voneinander trennen und somit eine Qualitätssteigerung des späteren Weins erreichen.

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