Nov 01

Welche Vorteile bietet eine englische Limited?

Tag: Wirtschaft und Finanzen
Peter Piekarz (pikary[at]gmx.de) @ 1. November 2007 um 20:35 Uhr

Eine Limited zu gründen hat einige Vorteile und von jenen die eine Limited gründen wollen, oder es bereits getan haben, hört man häufig dieselben Argumente. Vergleicht man nun also die deutsche GmbH und die englische Limited, stellt man fest, dass es bei der englischen Limited eine deutlichere Haftungsbegrenzung gibt und zwar bei vergleichsweise geringem Stammkapital. Das gesamte Gesellschaftsrecht ist sehr einfach und zudem gibt es steuerliche Vorteile. Letzteres ist allerdings nur möglich wenn der eigentliche Sitz des Unternehmens auch in England zu finden ist. Ansonsten unterliegt auch eine englische Limited deutschem Steuerrecht und zwar mit allen bekannten Rechten und auch Pflichten.

Vor allem aber der persönliche Haftungsschutz ist ein echter Vorteil, denn direkt nach Firmengründung beginnt die Zeit die darüber entscheidet ob das Unternehmen erfolgreich wird und bleibt, oder direkt wieder „den Bach hinunter geht“. Ist letzteres der Fall und wurde beispielsweise eine deutsche GmbH als Gesellschaftsform gewählt und keine Haftungsbegrenzung eingesetzt, haftet der Geschäftsinhaber mit allem was er hat. Nicht nur eingebrachtes Kapital ist dann sehr schnell weg, sondern unter Umständen auch das gesamte Privatvermögen. Bei einer Limited ist es zwar ebenso ärgerlich wenn der Erfolg ausbleibt, aber die Haftung ist auf das eingebrachte Vermögen begrenzt.

Interessant ist auch das eine GmbH früher nur mit Haftungsbegrenzung möglich war wenn man mindestens 25.000 € investiert hatte. Heute geht das mit einer Limited auch schon für nur wenige hundert Euro. Neben der Minderung des ganz persönlichen Risikos kommt auch noch die unbürokratischere Form der Limited hinzu. Das Gesellschaftsrecht ist leicht verständlich und transparent angelegt. Also gibt es gleich drei vorteilhafte Unterschiede zur GmbH.

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