Feb 08
Weniger ADHS-Medikamente durch Neurofeedback
Mittlerweile ist ADHS eine regelrechte Volkskrankheit geworden – sowohl bei Erwachsenen, aber insbesondere bei Kindern. Es ist also nicht verwunderlich, dass die psychiatrischen Einrichtungen anbauen müssen und der Bedarf an Fachpersonal steigt. Die Pharmaindustrie freut sich über den Zuwachs, denn die Nachfrage nach ADHS-Medikamenten steigt. Wo soll das hinführen?
Es gibt doch bereits eine Alternative. Diese nennt sich Neurofeedback. Hier sollte die Forschung und Wissenschaft ansetzen. Getan wurde dies bereits in anderen Ländern von Europa, Russland und Amerika. Die Neurofeedback Therapie kann jetzt schon große Erfolge verzeichnen. Zahlreiche Studien belegen die Wirkung. ADHS-Medikamente heilen nicht, sondern dämmen das Problem nur ein. Aber durch die Einnahme dergleichen entstehen neue Probleme. Halluzinationen, Aggressivität, extreme Abkapselung, Nervenzuckungen, Wahnvorstellungen und vieles mehr, sind keine Seltenheit. Die Neurofeedback Therapie ist medikamentenfrei, angenehm und schmerzfrei. Beim Neurofeedback wird das Gehirnwellenmuster mittels Elektroden, die am Kopf und an den Ohren angebracht werden, gemessen. Die Wellenstruktur wird analysiert und positive Schwingungen werden an das Gehirn zurückgeführt. Eine Neurofeedback Therapie erfolgt in circa 20 Sitzungen zu je einer Stunde. Diverse Studien haben gezeigt, dass das Neurofeedback gerade bei ADHS-Kindern sehr wirkungsvoll ist und auf Medikamente teilweise oder sogar ganz verzichtet werden konnte. Gerade bei ADHS sollte das Neurofeedback angewendet werden.
Das Neurofeedback Training eignet sich aber auch besonders gut bei Patienten, die an Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Leistungsschwäche oder Ähnlichem leiden. Aber auch als Präventionsmaßnahme ist das Neurofeedback Training empfehlenswert. Hier wurden bereits Studien mit Sportlern durchgeführt, die daraufhin ihre Leistungen erheblich steigern konnten. Erwähnenswert wäre, dass die italienischen Fußballspieler sich einer solchen Studie unterzogen und kurz darauf den Weltmeistertitel erhielten. Zufall? Auf jeden Fall ist es so, dass beim Neurofeedback die Konzentrationsfähigkeit gesteigert wird. Und ein Fußballspieler muss nicht nur schnell laufen können.
Redaktion Contendia
contendia[at]yahoo.de
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