Rohdiamanten entstehen unter bestimmten Bedingungen tief im Schoß der Erde. Sie sind das noch unscheinbare Ausgangsmaterial, aus dem einmal der schönste Edelstein entsteht, den man sich vorstellen kann, den Brillanten.
Damit aus einem Diamanten ein Brillant werden kann, bedarf es der fähigen Hände eines ausgebildeten Edelsteinschleifers. Er ist in der Lage, auch in den kleinsten Stein die geforderte Anzahl von mindestens 57 Facetten einzuschleifen. Die einzelnen Facetten teilen sich dabei in die Tafel, mindestens 32 Facetten auf dem Oberteil, sowie mindestens 24 Facetten auf dem Unterteil des Edelsteins auf. Es ist auch möglich, je nach Schliffart, mehr als 57 Facetten anzulegen. Diese Arten des Schliffs bezeichnet man dann als Brillant-Variation.
Damit Diamanten und später daraus Brillanten im Erdinneren in großen Tiefen entstehen können, bedarf es des Zusammenspiels von verschiedenen Faktoren. Noch immer sind sich Wissenschaftler in vielen Fällen uneinig, was letztendlich dazu führt, dass eine beinahe reine Kohlenstoffverbindung in kristalliner Form entstehen kann, der Diamant.
Doch ganz gleich, wie sehr die Wissenschaftler auch rätseln mögen, der Diamant und somit auch die Brillanten gehören heute zu den schönsten und zu den begehrtesten Schmuck-Edelsteinen. Ihr unvergleichliches Leuchten und Strahlen, in Fachkreisen auch als „Feuer“ bezeichnet, macht sie zu so unvergleichlichen Schönheiten. Ein Diamant ist unvergänglich. Das gilt nicht nur für die Zeit, in der er nach entsprechendem Schliff als Schmuckstein die Haut seiner Trägerin mit seinem Feuer auf seine ganz eigene Weise verschönert. Über viele Jahrtausende lagern die Edelsteine in ihrer natürlichen Form tief im Inneren der Erde, bis sie schließlich im Laufe der Zeit entweder an die Oberfläche getragen werden oder der Mensch sie ausgräbt.

