Jul 09

Wer will seinen eigenen Wald?

Tag: Geldanlage,Recht,Wirtschaft und Finanzen
Markus Kreusch (m.kreusch[at]web.de) @ 9. Juli 2009 um 13:36 Uhr

Es hört sich im ersten Moment merkwürdig an, aber warum eigentlich nicht? Wald kaufen ist weit weniger kompliziert, als man es sich im Allgemeinen vorstellt! Wald kann in Deutschland jeder besitzen. Man benötigt weder den viel zitierten Motorsägenführerschein, noch besondere forstwirtschaftlichen Fachkenntnisse – beides schadet allerdings auch nicht. Da Wald eine Immobilie ist, muss man den Kaufvertrag bei einem Notar beurkunden lassen. Zudem ist Waldkauf genehmigungspflichtig. Der beim Notar seines Vertrauens geschlossene Kaufvertrag ist erst dann abschließend wirksam, wenn eine Genehmigung nach dem Grundstücksverkehrsgesetz vorliegt. Bewirtschaften kann man seinen Wald selbst, man muss es aber nicht. Wenn man die Bewirtschaftung kostengünstig und gleichzeitig fachmännisch durchführen lassen möchte, kann man sich vertrauensvoll an den jeweiligen für den Privatwald zuständigen Förster wenden. Für einen festen Prozentsatz vom Verkaufserlös einer Durchforstungsmaßnahme (ca. 1,5%),  kümmert dieser sich dann komplett um alle notwendigen Arbeiten. Der Waldbesitzer kann sich so entspannt zurücklehnen und die Holzpreisentwicklung beobachten. Wer sich unsicher ist, ob ein angebotener Wald wirklich sein Geld wert ist, sollte sich ebenfalls an das zuständige Forstamt wenden. Für eine vergleichsweise geringe Gebühr wird ein aussagekräftiges Waldgutachten erstellt, das alle relevanten Aspekte berücksichtigt. Bestimmt wird u.a. das Alter des Waldbestandes, die Bodengüte, die Erschliessung durch Waldwege, der Pflegezustand und nicht zuletzt die Holzmenge.

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