Apr 16
Wie ein Seitensprung einen König stürzte
Wenn es heute Adlige wagen sich einen Seitensprung zu erlauben ist – wie auch bei allen anderen Prominenten – gleich die Presse zugegen. Das war auch schon bei König Edward VIII. so. Dabei war es nicht der der damalige Princ of Wales, der einen Seitensprung beginn, sondern seine spätere Ehefrau Wallis Simpson. Dabei war es so, dass diese die ihren damaligen Ehemann nicht nur mit Edward VIII. inzwischen nach dem Tod seines Vaters, Georg V., König geworden, sondern auch einem verheirateten Autohändler einen Seitensprung beginn. Der Ehemann von Wallis Simpson erfuhr spätestens 1936 von dem Seitensprung mit dem König. Der Hofstaat indes reagierte entrüstet auf die Tatsache, dass Wallis Simpson nicht nur bei der feierlichen Proklamation in St. James’ Palace ganz in der Nähe des Königs stand, sowie auch zu offiziellen Anlässen eingeladen wurde, zu denen sie stets ohne ihren Ehemann erschien, vielmehr verbracht sie auch die Sommermonate auf Schloss Balmoral. Auf Druck der konservativen Regierung unter Premierminister Stanley Baldwin dankte Edward VIII. ab, denn es war offiziell nicht möglich dass das Oberhaupt der anglikanischen Kirche eine geschiedene Frau heiratet. Die Versuche König Edwards eine morganatische Ehe einzuleiten und auf dem Thron zu verbleiben, wurde abgelehnt. Nach seiner Abdankung erhielt Edward den Titel Herzog von Windsor. Trotz Heirat mit ihm wurde Wallis Simpson auf Lebenszeit die Anrede Königliche Hoheit verwehrt. Die Königinmutter, Maria von Teck, weigerte sich gar Wallis Simpson jemals persönlich zu empfangen. Die USA und Frankreich wurden die neue Heimat von des Herzogspaar, dass am 3. Juni 1937 heiratete.
Der jüngere Bruder von Edward, Georg VI., der Vater der heutigen Königin Elisabeth, wurde nach dessen Abdankung König.










