Jun 22
Wo die Kleinen schön wohnen
Auch in Deutschland haben es schon die Kleinsten sehr schwer, einen guten Start in ihr Leben zu bekommen. Viele Kinder müssen in einem Kinderheim aufwachsen. Dass das allerdings nicht immer die schlechteste Alternative ist, das liegt auf der Hand. Denn die meisten Kinder in solchen Einrichtungen kommen aus nicht besonders gut funktionierenden Familien. Ihnen muss geholfen werden. Und in manchen, besonders drastischen Fällen kommt eben nur eine dauerhafte Unterbringung in einem Heim in Frage. Freilich geht das nicht so schnell wie man meinen mag. Zunächst müssen die Kinder angehört werden. Und das Jugendamt hat auch noch ein Wörtchen mitzureden. Ohne guten Grund kommt kein Kind in ein Heim. In den meisten Fällen wird erst versucht, die Kinder in Pflegefamilien unterzubringen. Sollte diese Maßnahme nichts bringen, dann kommt ein Heim in Frage. Doch nicht nur schwer erziehbare Kinder und Jugendliche leben in den Heimen. Auch Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder anderweitig keine andere Lösung haben, bekommen in einem Heim die Möglichkeit, bei Null anzufangen. Und das ist meist auch das Wichtigste. Seit vielen Jahren schon bieten verschiedene Träger auch das Wohnheim für behinderte Kinder an. Hier können geistig und körperlich oder mehrfach behinderte Kinder ihre Kindheit und Jugend verleben. Besonders hier ist es wichtig, die Bewohner auf eine erfolgreiche Zukunft vorzubereiten. Sofern das überhaupt möglich ist. Denn die Behinderungen werden immer drastischer. Dennoch gilt auch hier der Leitspruch, dass jedes Leben, sei es noch so klein und unscheinbar, seine Berechtigung hat. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und auf eine Zukunft, die es wert ist, erlebt zu werden.
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