Jan 28

Worauf sollte bei Rentenfonds geachtet werden?

Tag: Computer & Internet
28. Januar 2009 um 20:29 Uhr

Rentenfonds bieten die Sicherheit eines Festgeldkontos in Verbindung mit der Verfügbarkeit des Geldes eines Tagesgeldkontos an. Auch die durchschnittlichen jährlichen Renditen können sich sehen lassen. Dabei legen die meisten Rentenfonds ihr Kapital nur in festverzinsliche Wertpapiere, Sparbriefe, Pfandbriefe oder Anleihen an. Alles in allem keine Anlageoptionen, die durch hohe Renditen bekannt geworden wären, doch stellt sich berechtigt die Frage, woher Rentenfonds eine jährliche Rendite von 7 % erreichen konnten.

Zum einen erwirtschaften die Anleihen jährliche fast garantierte Zinsen, die man reinvestieren oder ausschütten lassen kann. Zum anderen werden auch Anleihen verkauft, die sehr nachgefragt sind, dadurch erzielt das Fondsmanagement auch außerordentliche Erträge in einem Jahr, was den Anlegern in Form von Ausschüttungen zu Gute kommt. Doch muss man ehrlich sagen, dass der Verkauf von stark nachgefragten Anleihen nur einmal geht und sie dann im Fondsdepot fehlen. Es stellt sich also auch die Frage, ob diese einmaligen Verkäufe sinnvoll sind. Das Fondsmanagement erzielt zwar
in einem Jahr gute Verkaufserlöse, muss sich dann aber um adäquaten Ersatz umsehen, da sonst die Erträge in den zukünftigen Perioden niedriger ausfallen werden.

Für Rentenfonds ist die Auswahl der Anleihen von entscheidender Bedeutung. Durch den Kauf von verschiedenen Anleihen kann das Risiko gestreut werden, aber auch genauso konzentriert werden. Anleihen aus dem Hochzins-Bereich können sehr ertragreich sein, aber sind dafür auch riskant. Zu dem Bereich zählen Anleihen aus dem Emerging-Market, den Schwellenländern, sowie die Junk-Bonds, den Anleihen von Unternehmen, denen die Banken aufgrund nicht erfüllter Bonitätsanforderungen kein Kredit mehr geben. Bei bei den Anleihen sind die Herausgeber nicht sehr zahlungskräftig und es ist auch
nicht unwahrscheinlich, dass es zu Liquiditätsengpässen oder gar zur Zahlungsunfähigkeit der Herausgeber kommen kann. Deshalb locken die Herausgeber mit besonders hohen Zinssätzen auf die Anleihen, in der Hoffnung dadurch Interessenten anzulocken, die ihnen Geld geben.

Ein Rentenfonds mit solch riskanten Anleihen in seinem Depot kann dadurch die jährlichen Renditen deutlich erhöhen, solange die Herausgeber dieser Anleihen auch die fälligen Zinsen zahlen können. So lässt sich also erklären, warum einige Rentenfonds in einem Jahr eine Rendite von ca. 7 % erwirtschaften konnte.

Autor: Stefan Bornhöft
finads GmbH
bornhoeft[at]finads.de

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