Nov 19
Zinsgewinne trotz steigender Inflation
Das Sparbuch ist noch immer die beliebteste Form der Geldanlage in Deutschland. Ursache hierfür ist sicherlich die eher konservative Haltung der meisten Deutschen in Sachen Geldanlage und der sehr engen Bindung an die eigene Hausbank. Dabei wird die Höhe der Rendite zu oft vernachlässigt, geben sich viele Sparer doch mit den sehr niedrigen Zinsen eines Sparbuchs zufrieden und verlangen von einem Sparbuch in erster Linie Sicherheit für die eigenen Ersparnisse. Ein Punkt der jedoch nur von den wenigsten beachtet wird ist die jährliche Inflation und deren Auswirkung auf das Ersparte. Inflation bedeutet Kaufkraftverlust, so dass in diesem Zusammenhang auch von einer Geldentwertung gesprochen werden kann. Während die Inflationsrate in Deutschland in den letzten Jahren mit 1-1,5% relativ gering ausfiel, liegt sie aktuell bei etwa 2,4% und somit bereits deutlich höher. Steigen also die Preise binnen eines Jahres um durchschnittlich 2,4%, so hat der tatsächliche Wert des Geldes im Umkehrschluss um eben diese 2,4% abgenommen. Demgegenüber stehen Zinsen von in der Regel deutlich unter 2% auf einem Sparbuch. Somit ist der Zinsertrag bei einer Anlage auf einem Sparbuch geringer als der Wertverlust im gleichen Zeitraum – der Wert der Ersparnisse nimmt in dieser Zeit also ab.
Daher ist es erforderlich dass der Zinsertrag zumindest ebenso hoch ausfällt wie die derzeitige Inflationsrate, um so zu verhindern dass die Ersparnisse an Wert verlieren. Eine gute Möglichkeit dies zu erreichen bietet ein Tagesgeldkonto. Ein solches Tagesgeldkonto bietet derzeit je nach Bank zwischen 3 und 4% Zinsen im Jahr, einige Banken bieten sogar über 4% Zinsen auf das Tagesgeld. Dennoch geht der Anleger keine Bindung ein und kann jederzeit über das gesamte Guthaben auf dem Tagesgeldkonto verfügen, so wie er es von seinem Sparbuch gewohnt ist. Und auch in Punkto Sicherheit besteht kein Unterschied zu einem Sparbuch, denn die Einlage ist auf einem Tagesgeldkonto auf die gleiche Weise abgesichert wie auf einem Sparbuch. Zu beachten ist allerdings dass einige Banken das Guthaben auf ihren Tagesgeldkonten in gewisser Weise limitieren. So verlangen manche Banken eine Mindestanlagesumme, andere Banken begrenzen die Summe, für die der höchste Zinssatz gewährt wird. Guthaben das über diese Grenze hinaus auf dem Tagesgeldkonto liegt wird dann nur noch zu einem geringeren Satz verzinst. Es gibt jedoch auch viele Tagesgeldkonten die völlig auf solche Begrenzungen verzichten und das Guthaben ab dem ersten Euro und in beliebiger Höhe voll verzinsen.










