Okt 22

Zugang zum Golfsport finden

Tag: Sonstiges
Nicola Lavacca (nesta123[at]gmx.net) @ 22. Oktober 2008 um 14:02 Uhr

 

Lange Zeit war Golfspielen mit einer sehr hohen Einstiegsbarriere verbunden. Es ging dabei keineswegs nur um Geld, sondern auch um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gesellschaftsschicht. Dem Bürgertum war dabei über lange Zeit der Weg zum Golfspielen regelrecht versperrt. Der Grund lag darin, weil das Golfspielen an sich die Monarchen lange Zeit für sich beanspruchten. Erst nach und nach brachten diese diesen Sport unters „normale“ Volk“. Einer der Vorantreiber der Verbreitung des Golfsports auf dem britischen Kontinent war König Karl I. Aber auch schon Maria Stuart verbreitet den Golf in ihrer Stellung als Königin von Frankreich, die sie aber nur knapp ein Jahr inne hatte, weil ihr damaliger Gatte Franz II. – Sohn von Heinrich II. von Frankreich und Katharina von Medici – früh verstarb.

Hohn erntete Maria Stuart im Bezug auf Golf jedoch, als sie dieser Sportart frönte kurz nachdem einer ihrer anderen Gatten ermordet worden war.

Erst im 20. Jahrhundert wurde es auch dem Bürgertum und damit auch „Ottonormalverbraucher“ ermöglicht in einen Golfclub einzutreten. Hinderungsgrund sind heute aber immer noch vorhanden – allerdings gilt heute als Einstiegsbarriere nicht mehr der gesellschaftliche Stand, sondern vielmehr der erforderliche Kapitaleinsatz, denn die Monats- bzw. Jahresgebühren überschreiten doch in erheblichem Maße oftmals die finanziellen Möglichkeiten derjenigen, die an Golf wirklich Interesse haben. Schnupperkurse bekommt hingegen zu durchaus erschwinglichen Preisen. Aber letztlich sind die Monats- bzw. Jahresgebühren ja nicht alles, was man für den Golfsport als Voraussetzung mitbringen muss. Auch sehr viel Zeit muss jemand investieren, der gerne Golf spielen möchte. Und Zeit ist ein Faktor, den Reiche nun einmal mehr zur Verfügung haben, als jemand, der hart arbeiten muss.

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